China treibt die Annäherung an Nordkorea voran und baut die Verbindungen zwischen beiden Ländern gezielt aus. Die staatliche Fluggesellschaft Air China hat am Montag erstmals seit Jahren wieder eine Direktverbindung zwischen Peking und Pjöngjang aufgenommen.
Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, landete die Maschine am Morgen auf dem internationalen Flughafen Sunan in der nordkoreanischen Hauptstadt. Der chinesische Botschafter in Nordkorea, Wang Yajun, und weitere Diplomaten empfingen die Passagiere vor Ort.
Nach Angaben von Flugdaten startete die Boeing 737 gegen 8 Uhr vom Flughafen Peking und erreichte Pjöngjang um 10.40 Uhr Ortszeit. Der Rückflug nach China erfolgte noch am selben Tag. Laut Air China soll die Verbindung vorerst einmal wöchentlich angeboten werden.
China spricht von „Meilenstein“ der Zusammenarbeit
Wang sprach laut einer Mitteilung der chinesischen Botschaft von einem „Meilenstein“ der Zusammenarbeit im Luftverkehr. Die Verbindung werde dazu beitragen, „freundschaftliche Kontakte zu vertiefen“ und die wirtschaftliche sowie kulturelle Zusammenarbeit zu stärken. Erst wenige Tage zuvor hatten beide Länder auch den grenzüberschreitenden Personenverkehr auf der Schiene wieder aufgenommen. Zugverbindungen zwischen China und Nordkorea waren zuvor rund sechs Jahre lang unterbrochen gewesen.
Mit der Wiederaufnahme von Flug- und Zugverbindungen drängt China auf engere Kontakte zu Nordkorea. Die neuen Routen erleichtern nicht nur Reisen, sondern stärken gezielt wirtschaftliche und politische Beziehungen.
Corona-Pandemie: Nordkorea schottet sich ab
Während der Corona-Pandemie hatte sich Nordkorea weitgehend abgeschottet und den internationalen Reiseverkehr nahezu vollständig eingestellt. Die aktuellen Schritte gelten daher als Teil einer vorsichtigen Öffnung.
China ist Nordkoreas wichtigster Handelspartner und politischer Verbündeter. Ein Großteil des Außenhandels des isolierten Landes läuft über die Volksrepublik. Die neuen Verbindungen zeigen, dass Peking seine Rolle als zentraler Partner weiter ausbauen will.
China warnt die EU: Ihr könnt euch Handelskrieg nicht leisten
Kim Jong-un und Lukaschenko unterzeichnen „Freundschafts- und Kooperationsvertrag“
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de