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Chinas ehemaliger Ministerpräsident Li Keqiang ist tot

Li Keqiang trat im März als Ministerpräsident ab. Über seinen Gesundheitszustand wurde bereits seit Jahren gesprochen. Nun ist er in Shanghai gestorben.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Der ehemalige chinesische Ministerpräsident Li Keqiang

Der ehemalige chinesische Ministerpräsident Li Keqiang

© Wang Zhao/AFP

Der frühere chinesische Ministerpräsident Li Keqiang ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Er habe am Donnerstag einen plötzlichen Herzinfarkt erlitten und sei nach vergeblichen Rettungsversuchen am Freitag um 0.10 Uhr (Ortzeit) in Shanghai gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Li Keqiang war im März nach zehn Jahren im Amt als Ministerpräsident von China abgetreten.

Als Funktionärssohn wurde Li Keqiang am 1. Juli 1955 in Dingyuan in der Provinz Anhui geboren. Wie andere Intellektuelle musste er 1974 am Ende der Kulturrevolution noch aufs Land. Als einer von nur drei Prozent aller Bewerber, die die Aufnahme schafften, studierte er Jura an der Peking-Universität, promovierte in Wirtschaftswissenschaften. In der kommunistischen Jugendliga arbeitete Li Keqiang 1983 unter seinem späteren Förderer, Staats- und Parteichef Hu Jintao. Über seinen Gesundheitszustand gab es  bereits seit Jahren Gerüchte.

Bei seinen Auslandsbesuchen hätten immer lange Ruhepausen ins Programm eingebaut werden müssen, soll Diplomaten im vertraulichen Gespräch berichtet haben.

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