Jahr des Holz-Drachen

Der Drache ist frei, mutig und arrogant: 2024 im Zeichen eines Fabeltiers

Nach dem chinesischen Mondkalender beginnt am 10. Februar das Jahr des Drachen, kombiniert mit dem Element Holz. Es ist ein ganz besonderes Jahr.

3 Min
Ein Drache beim „Chinesenfasching“ im bayerischen Dietfurt an der Altmühl.

Ein Drache beim „Chinesenfasching“ im bayerischen Dietfurt an der Altmühl.

© Armin Weigel/dpa

Für Vietnamesen, Chinesen und andere Ostasiaten in Berlin beginnt am 10. Februar das Jahr des Drachen. Grundlage dafür ist der traditionelle chinesische Mondkalender, der sich aber nicht nur an den Mondphasen, sondern auch am Lauf der Sonne orientiert.

Daraus wird der Neujahrstag berechnet, der immer zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar liegt. Vietnamesen begehen ihn zum Beispiel mit dem mehrtägigen Tet-Fest, es ist traditionell ihr wichtigstes Fest.

Jedes Jahr steht im Zeichen eines der zwölf Tiere der chinesischen Tierkreiszeichen. Diese haben jeweils besondere Eigenschaften. Die Ratte (2020) zum Beispiel ist autonom, clever, gerissen und freundlich. Der Tiger (2022) ist mutig, unberechenbar und stur. Und der Hase (2023) gilt als ruhig, vorsichtig und verantwortungsbewusst.

Guten Morgen, Berlin Newsletter
Vielen Dank für Ihre Anmeldung.
Sie erhalten eine Bestätigung per E-Mail.

Drachen kamen aus dem Himmel, um den Menschen zu helfen

Der Drache, der das Jahr 2024 prägt, ist mutig, frei, unabhängig und gefährlich. Zugleich soll er etwas arrogant sein. Kein Wunder bei dem, was er alles so kann: durch die Luft sausen, auf Wolken sitzen, im Wasser schwimmen, mit dem Schwanz Feinde bekämpfen, Juwelen ausspeien, Feuer spucken.

Ein Jahr unter seinem Zeichen ist ein ganz besonderes Jahr. Denn der Drache ist das wohl bekannteste Fabeltier in der ostasiatischen Kultur. Einst symbolisierte er ganze Herrscherdynastien. Reist man zum Beispiel durch Vietnam, findet man ihn überall: auf Dächern alter Paläste, Pagoden und Ahnentempel, als Statuen, als bunte Figuren oder Tanzkostüme bei Umzügen.

Ein gewundener Drache auf dem Dach eines Ahnentempels in Vietnam

Ein gewundener Drache auf dem Dach eines Ahnentempels in Vietnam

© Torsten Harmsen/Berliner Zeitung

Drachen-Mythen begegnet man auf Schritt und Tritt. So soll etwa die berühmte Halong-Bucht im Norden Vietnams durch Drachen entstanden sein, die aus dem Himmel kamen und den Menschen halfen.

Das Jahr des Holz-Drachen kommt alle sechzig Jahre einmal vor

Zur Abwehr gegen feindliche Schiffe spuckten die Drachen der Legende nach unzählige Juwelen ins Meer, die sich in Felsen verwandelten, an denen die Feindschiffe zerschellten. Bis heute stehen diese malerischen Kalkfelsen zu Hunderten in der Bucht. Eine andere Variante für die Entstehung der Felsen ist, dass ein Drache mit seinem Schwanz tiefe Furchen ins Land gerissen habe, das später überflutet wurde.

Jedes Jahr wird zugleich von einem der fünf Elemente Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde geprägt. 2024 ist das Jahr des Holz-Drachen, das alle 60 Jahre einmal vorkommt. Es dauert bis zum 28. Januar 2025. „Der Drache, ein Symbol für Macht und Glück, in Kombination mit dem Element Holz, verspricht ein Jahr voller Energie und Fortschritt“, heißt es in einer Darstellung. Mal sehen, ob das auch für uns zutrifft.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema