Christian Lindner: „Ich habe kein Verständnis dafür, wenn jemand AfD wählt“

Herr Lindner, sie hätten Benzin im Blut, haben Sie einmal gesagt. Was halten Sie von Elektroautos?

BLZ
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Berlin - Herr Lindner, sie hätten Benzin im Blut, haben Sie einmal gesagt. Was halten Sie von Elektroautos?

Christian Lindner: Wer’s mag... Dienstlich habe ich eins – mit Hybridantrieb. Das ist Pragmatismus, keine Leidenschaft. Ich halte aber nichts davon, allein auf den Elektromotor zu setzen und dafür eine Industrie mit Subventionen zu päppeln, die viele Milliarden Gewinn macht.

Sondern?

Auf längere Zeit noch wird der Verbrennungsmotor effizienter und praktischer sein. Und solange die Hälfte des Stroms aus Braunkohle kommt, ist Elektromobilität auch ökologisch nicht überzeugend.

Was ist so unerotisch am Elektroauto?

Geschmacksache, ich jedenfalls liebe das automobile Kulturgut. Mein alter Porsche begeistert mich. Der ist so alt wie ich selbst. Der hat noch richtige Uhren, keine modernen Displays. Das ist Maschinenbau. Die Karosserie hat noch ein Dekollte.

Wie oft fahren Sie damit?

Vielleicht 2000 Kilometer im Jahr. Inklusive mal einer Oldtimer-Rallye. Das geht’s um Orientierung, das Fahrgefühl, die Geräusche, den unmittelbaren Kontakt mit der Straße.

Machen sie auch mal Urlaub?

Oft und gern. Am liebsten im Süden. Um mich körperlich zu erholen und geistig aufzutanken. Ich habe ansonsten ja eine Sechs-Tage-Woche mit 100 Stunden.

Bewegen sie sich in Deutschland mit dem Auto?

Gemischt. Ich fliege von Berlin nach Stuttgart, dann geht’s weiter mit dem Auto auf die Schwäbische Alb. Oder ich fliege von München nach Hamburg, dann mit dem Auto nach Rostock.

Kennen sie eine empfehlenswerte Autobahnraststätte?

Viele sind besser als ihr Ruf. Neulich durfte ich mich sogar in ein Gästebuch eintragen.

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