Geheimdienste

Informanten-Rekrutierung: So wirbt die CIA gezielt um Chinas Militäroffiziere

Mit neuen Videos in chinesischer Sprache wirbt der US-Geheimdienst CIA gezielt um Militäroffiziere in China. Die Initiative ist Teil des strategischen Wettbewerbs zwischen Washington und Peking.

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Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat eine neue Initiative gestartet, um chinesische Militäroffiziere als Informanten zu gewinnen. Ziel sei es, den Zugang zu internen Informationen aus Chinas Streitkräften und Staatsapparat zu verbessern, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.

Kern der Initiative ist ein neues Video, das in chinesischer Sprache veröffentlicht wurde und sich gezielt an Angehörige des chinesischen Militärs sowie an Funktionäre richtet. Darin wird die fiktive Geschichte eines desillusionierten Offiziers erzählt, der Zweifel an der Führung und an der Zukunft seiner Familie äußert. Die CIA wolle nach Informationen von Reuters gezielt bestehende Unzufriedenheit innerhalb der chinesischen Führungsschichten thematisieren und so für sich nutzen.

Nach Angaben der CIA ist die Kampagne Teil einer langfristigen Strategie, die Fähigkeiten der USA im Bereich der sogenannten Human Intelligence auszubauen. China sei dabei eine der höchsten Prioritäten, hieß es. Ein Sprecher des Geheimdienstes sagte Reuters, man setze weiterhin auf „kreative und moderne Wege“, um potenzielle Quellen zu erreichen.

CIA baut Rekrutierungsstrategie weiter aus

Die neue Initiative knüpft an frühere Maßnahmen an. Bereits im vergangenen Jahr hatte die CIA mehrere Videos in Mandarin veröffentlicht, mit denen chinesische Regierungs- und Parteifunktionäre zur Zusammenarbeit bewegt werden sollten. Auch damals betonte der Geheimdienst, dass der strategische Wettbewerb mit China eine verstärkte nachrichtendienstliche Präsenz erforderlich mache, berichtete Reuters.

Die US-Regierung sieht China seit Jahren als zentrale sicherheitspolitische Herausforderung. Neben militärischen Fragen stehen dabei technologische Entwicklung, Außenpolitik und innere Stabilität im Fokus der US-Geheimdienste. Öffentlich sichtbare Rekrutierungsaufrufe gelten jedoch als ungewöhnlich und bergen nach Einschätzung von Experten erhebliche Risiken für mögliche Informanten, insbesondere angesichts der engen Überwachung in China.

Offizielle Reaktionen aus Peking lagen zunächst nicht vor. In der Vergangenheit hatte die chinesische Regierung ähnliche Versuche scharf verurteilt und den USA vorgeworfen, sich in innere Angelegenheiten einzumischen. China hatte wiederholt betont, dass Versuche ausländischer Geheimdienste, chinesische Staatsbedienstete anzuwerben, als feindselige Handlungen betrachtet würden.

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