Krieg und Gewalt, Liebe und Verrat ziehen sich durch den neuen Roman von Clemens Meyer, ein Dr. May und ein Cowboy tauchen auf, im kroatischen Velebit-Gebirge wie im sächsischen Leipzig. Es gibt auch die jungen Nazis in der ostdeutschen Stadt Z. Es wird gelogen, getrunken und geschossen. Seit seinem ersten Roman „Als wir träumten“ (2006) hat sich Clemens Meyer als eine raue und genaue gesellschaftliche Stimme etabliert: Er führt zu sozialen Kipp- und Schmerzpunkten und erkennt die Langzeitwirkungen. Nach mehreren Büchern mit kurzer Prosa und Essays legt er nun wieder einen Roman vor – und was für einen! „Die Projektoren“ erzählt auf reichlich tausend Seiten soghaft, aufregend, in großem Formenreichtum von hundert Jahren Grausamkeit und von der Sehnsucht des Menschen, seine Gegenwart zu begreifen und darin zu überleben. Dem Spiegel sagte Clemens Meyer im Interview, er würde das Schreiben aufgeben, sollte der Roman scheitern. So wichtig ist ihm das Werk, an dem er jahrelang gearbeitet hat. Der Anfang für den Erfolg ist da: „Die Projektoren“ sind für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Roman über Krieg und Gewalt
Clemens Meyer: „Sachsen ist doch Teil von Deutschland, oder habe ich da was verpasst?“
Elf Jahre nach „Im Stein“ bringt Clemens Meyer einen neuen Roman heraus: „Die Projektoren“, ein großes Werk über Gewalt und Fantasie. Das Interview.
9 Min
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Der Schriftsteller Clemens Meyer
© Gaby Gerster