Corona-Bekämpfung

Corona in Berlin: 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind geimpft

Um die Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen zu erhöhen, setzt der Senat auf Arztpraxen und Impfzentren. Die Probleme bei der Anmeldung seien mittlerweile behoben.

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In Estland ist das Impfen von Kindern in Impfzentren Alltag, in Berlin noch ein ungewohntes Bild.

In Estland ist das Impfen von Kindern in Impfzentren Alltag, in Berlin noch ein ungewohntes Bild.

© dpa/Raul Mee

Die allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts für die Impfung dieser Altersgruppe dürfte bundesweit für einen Nachfrageschub sorgen. Möglich ist diese Impfung seit Mai, seit der entsprechenden Zulassung des Biontech-Impfstoffs durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA.

Um die aktuelle Situation um das Impfen in dieser Altersgruppe einschätzen zu können, lohnt ein Blick auf die Daten. So meldet das Robert-Koch-Institut, dass in Berlin derzeit 14,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen vollständig geimpft sind. Bundesweit sind es 16 Prozent.

Auffällig ist, dass die Berliner Landesregierung im Vergleich zu anderen Länderregierungen bei der Impfung dieser Altersgruppe offenbar vor allem auf die Impfzentren und Arztpraxen setzt. Im Umgang mit den Schulen ist Berlin vergleichsweise vorsichtig. So gibt es mobile Teams bisher nur an den Oberstufenzentren, in denen ältere Schüler berufsorientiert lernen. Dabei solle es auch bleiben, hieß es am Dienstag im Anschluss an die Senatssitzung.

Eine Idee ist es, 16- und 17-jährige Schüler von weiterführenden Schulen per Bus-Shuttle von der Schule ins Impfzentrum zu fahren. Bei jüngeren Schülern sind solche spontanen Aktionen nicht möglich, weil sie das Einverständnis der Eltern zum Impfen brauchen.

Laut Senatsgesundheitsverwaltung wurden in den Impfzentren bisher 19.750 Kinder und Jugendliche einmal geimpft, 8800 davon haben bereits eine zweite Impfung empfangen. Fast 9000 weitere haben einen Termin vereinbart. Zuletzt hatte es technische Schwierigkeiten bei der Anmeldung gegeben. Diese seien behoben, hieß es am Mittwoch aus der Gesundheitsverwaltung. Eine Fehlerquelle sei beseitigt worden.

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