Mutante

Corona: Indische Regierung verbietet Begriff „indische Variante“

Es sei „völlig falsch“, wenn Inhalte zirkulierten, dass eine „indische Variante“ sich in anderen Ländern ausbreite, hieß es von der Regierung.

Team News AFP/kmi
2 Min
Die Variante B.1.617 hat sich in Indien rasant ausgebreitet.

Die Variante B.1.617 hat sich in Indien rasant ausgebreitet.

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imago/Christian Ohde

Die Anordnung für das Löschen der Inhalte mit dem Begriff „indische Variante“ kam vom indischen Informations- und Technologie-Ministerium am Freitag. Es sei „völlig falsch“, wenn Inhalte zirkulierten, dass eine „indische Variante“ sich in anderen Ländern ausbreite. Zur Begründung hieß es, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Variante B.1.617 nicht mit einem bestimmten Land in Verbindung bringe.

Indische Regierung wegen Corona-Mutante stark unter Druck

Eine Reihe von Ländern hat Einreisen aus Indien untersagt oder mit strikten Auflagen versehen. Viele Gesundheitsexperten und Regierungen nutzen die Ländernamen für neue Coronavirus-Mutanten, die dort zuerst oder besonders häufig aufgetreten sind. Dazu zählen auch die britische, brasilianische oder südafrikanische Variante. Die Reaktion der indischen Regierung zeigt, wie stark sie angesichts von Vorwürfen unter Druck steht, sie habe falsch auf die neue Variante reagiert.

In Indien hat sich das Coronavirus auch wegen religiöser und politischer Massenveranstaltungen rasant ausgebreitet. Die Krankenhäuser sind hoffnungslos überfüllt, häufig fehlt es an Sauerstoff. Indien meldete am Samstag 257.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden und 4194 Todesfälle. Insgesamt gab es offiziell bisher 295.525 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion – fast die Hälfte davon seit Ende März.

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