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Corona-Pandemie

Corona: Diese Länder führen eine Testpflicht für Reisende aus China ein

Auch Frankreich, Großbritannien und Spanien verschärfen die Einreiseregeln für China-Reisende. Was macht Deutschland?

Team News dpa/AFP/fem/kme
3 Min
Medizinisches Personal wartet auf Passagiere eines Air-China-Fluges aus Guangzhou, China, in einem Covid-19-Testbereich auf dem internationalen Flughafen Leonardo da Vinci in Rom.

Medizinisches Personal wartet auf Passagiere eines Air-China-Fluges aus Guangzhou, China, in einem Covid-19-Testbereich auf dem internationalen Flughafen Leonardo da Vinci in Rom.

© AP/Alessandra Tarantino

Angesichts rasant steigender Corona-Zahlen in China verschärfen weitere Länder ihre Kontrollen für Einreisende aus der Volksrepublik. Spanien und Südkorea kündigten am Freitagmorgen Testpflichten an. Am Abend zog Frankreich nach. Medien zufolge wird die Regierung in London ebenfalls eine Corona-Testpflicht für Reisende aus China einführen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält derweil eine Testpflicht bei Einreise aus China nach Deutschland für „noch nicht notwendig“.

Italien, die USA und Indien hatten bereits am Donnerstag Beschränkungen für China-Reisende eingeführt oder angekündigt. In Südkorea müssen sich ab Montag alle aus dem Nachbarland eingetroffenen Menschen innerhalb eines Tages nach Einreise einem PCR-Test unterziehen. Zudem müssen ab nächstem Donnerstag alle, die aus China einreisen wollen, einen negativen Corona-Test vorweisen.

Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Darias kündigte am Morgen an, Reisende aus der Volksrepublik müssten bei der Einreise einen Corona-Test vorlegen oder eine vollständige Impfung nachweisen. Ab wann war zunächst unklar. Dies werde in Kürze entschieden, sagte die Ministerin.

Frankreich: Test bei China-Reisenden darf nicht älter als 48 Stunden sein

Aus Paris hieß es, Reisende aus China müssten künftig einen negativen Corona-Test vorlegen, der weniger als 48 Stunden alt ist, teilte die Regierung in Paris am Freitagabend mit. Die Testpflicht soll unabhängig davon gelten, ob China-Reisende mit einem Direktflug oder nach einem Umstieg auf französischem Staatsgebiet landen. Außerdem gelte für Flüge aus China nach Frankreich eine Maskenpflicht, hieß es weiter. Die Regierung forderte die Franzosen auf, Flüge nach China ohne zwingende Gründe zu verschieben.

Aus französischen Regierungskreisen hieß es, zusätzlich würden bei Ankömmlingen aus China stichprobenartig Corona-Tests vorgenommen. Bei einem positiven Ergebnis erfolge eine Virus-Sequenzierung, um mögliche neue Varianten des Coronavirus zu erkennen. Einreisende aus China seien verpflichtet, sich bei einem positiven Corona-Test bei ihrer Einreise zu isolieren.

Die Restriktionen sollen im Laufe des Wochenendes in Form eines Dekrets von Premierministerin Elisabeth Borne veröffentlicht werden, wie in einer Erklärung der französischen Regierung angekündigt wurde. Auch die Europäische Union und deren Mitgliedstaaten würden über die neuen Regeln informiert.

China-Reisende: EU plant Krisentreffen zum weiteren Vorgehen

Nächste Woche soll voraussichtlich ein Krisentreffen auf EU-Ebene zum weiteren Vorgehen stattfinden. Zuvor erklärte die Gesundheitsagentur der Europäischen Union, dass neue gemeinschaftliche Maßnahmen nicht notwendig seien.

Die Financial Times berichtete am Donnerstag, die EU habe eine italienische Forderung nach einer Wiedereinführung von Reisebeschränkungen für Einreisende aus China zunächst abgelehnt. Die EU-Behörden hätten sich bei einem Treffen am Donnerstag nicht der Aufforderung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni angeschlossen, wieder verpflichtende Corona-Tests für Passagiere einzuführen, die aus China nach Europa fliegen. Meloni warnte in Brüssel, dass die italienische Entscheidung unwirksam sei, wenn diese nicht auf europäischer Ebene unterstützt wird. „Wir wünschen uns, dass Europa sich in diese Richtung bewegt“, sagte Meloni.

China: 248 Millionen Corona-Ansteckungen allein im Dezember

China hat derzeit mit einem schnellen Anstieg von Corona-Fällen zu kämpfen. Allein in den ersten drei Dezemberwochen steckten sich laut offiziell unbestätigten internen Schätzungen 248 Millionen Menschen in China mit dem Virus an. Wissenschaftler warnen, die Corona-Welle könnte neue Varianten hervorbringen, die dann ihren Weg in andere Länder finden würden.

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