Council on International Education Exchange in Berlin

Amerikanische Studenten ziehen in neuen Campus in Kreuzberg

Studenten aus den USA wohnen und lernen jetzt in einer ehemaligen Fabrik an der Gneisenaustraße in Kreuzberg. Am Mittwoch wurde das erste Institut der Organisation Council on International Education Exchange (CIEE) eröffnet.

Karin Schmidl
2 Min
Die Industriefassade blieb erhalten, innen entstanden moderne Räume.

Die Industriefassade blieb erhalten, innen entstanden moderne Räume.

© Global Institute Berlin Lizenz

Ein Jahr lang wurde in der alten Fabrik an der Gneisenaustraße 27 entkernt, gezimmert und gemauert. Wo gut 65 Jahre Steckverbindungen für die Autoindustrie gefertigt wurden, lernen ab sofort amerikanische Studenten. Am Mittwoch feierte die US-Organisation Council on International Education Exchange (CIEE) die Eröffnung ihres ersten Instituts. Die gemeinnützige Organisation bietet seit 1947 Studentenaustauschprogramme und Auslandspraktika für junge Menschen und unterhält entsprechende Zentren in 43 Ländern. Das Berliner Institut ist das erste seiner Art der Organisation.

„Als Stadt, die sich immer wieder neu erfindet, ist Berlin der ideale Ort für uns, um unser Austauschprogramm weiterzuentwickeln und für mehr Studenten zu öffnen“, sagte James P. Pellow, der Geschäftsführer der CIEE. Bislang hat die Organisation mit Sitz in Portland/US-Bundesstaat Maine etwa 30?000 Studenten aus aller Welt zu Kursen in die USA vermittelt. Von dort schickte sie rund 7?000 junge Menschen für ein Jahr zum Lernen an Unis und Hochschulen nach Europa.

Finanziert von Harvard, Princeton, Yale und Co.

US-Botschafter John B. Emerson lobte die Initiative: „Diplomatie“, sagte er, „ist Konversation, und Bildungs- und Kulturaustausch bereichern diesen Dialog.“ Es gehe darum, ein bisschen mehr Wissen, mehr Vernunft und mehr Leidenschaft ins Weltgeschehen zu bringen.

Die Non-Profit-Organisation, die bislang in Berlin nur ein kleines Center für 30 Teilnehmer hatte, bietet auf dem neuen Campus in Kreuzberg zunächst 120 jungen Amerikanern Studienmöglichkeiten. Später sollen dort bis zu 700 Studenten lernen – Internationale Beziehungen, Kultur- und Medien- sowie Gesundheitswissenschaften.

Der Campus ist nicht nur Lernort. Auch ein Wohnheim wurde dort eingerichtet. Die Studenten, so hieß es, freuten sich insbesondere auf den quirligen Bergmannstraßen-Kiez ganz in der Nähe.

Finanziert wird die CIEE durch ihre Mitgliedsorganisationen. Das sind 340 Universitäten und Hochschulen, darunter Harvard, Princeton und Yale. Sie entsenden die Studenten und finanzieren die Kurse.

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