Hass ist Lena Meyer-Landrut nicht fremd. Vor nicht allzu langer Zeit postete die Sängerin auf der Plattform Instagram ein Bild von sich hinter einer Glaswand. Darauf geschrieben waren Beschimpfungen und Beleidigungen, denen sich die ESC-Gewinnerin von 2010 ausgesetzt sah. Anfeindungen, die so weit unter die Gürtellinie gehen, dass sie hier ungenannt bleiben müssen.
Woher kommt all der Hass? Woher all die Missgunst? Das fragte sich auch Meyer-Landrut und setzt sich seitdem verstärkt gegen Cyber-Mobbing ein. Am Dienstag wurde sie nun für ihr Engagement für Toleranz und Respekt im Netz mit dem Bildungspreis der Hochschule Ansbach ausgezeichnet. „Ich freue mich, dass das Thema Cyber-Mobbing nun so viel Aufmerksamkeit bekommt und ich meine Stimme dagegen einsetzen kann“, sagte Meyer-Landrut.
Nichts rechtfertigt den Hass, der Lena Meyer-Landrut im Netz entgegenschlägt
Woher nun all die Wut kommt, kann auch Meyer-Landrut (28) nicht erklären. Wer ihre Karriere verfolgt, der erinnert sich sicherlich an ein paar Momente, in denen die als wirklich schön zu bezeichnende Sängerin arrogant wirkte. Vielleicht war es auch einfach Unsicherheit, die sich mit dem Erfolg quasi über Nacht einstellte. Auch das mehrfache Verschieben ihres aktuellen Album dürfte zum Unmut der Fans beigetragen haben, doch nichts davon rechtfertigt den Hass, der gerade der jungen Frau aus Hannover im Netz besonders entgegenschlägt.
Lena Meyer-Landrut will Mobbing mit positiven Gefühlen bekämpfen
Sie selbst weiß auch keine Erklärung, wohl aber eine Veränderung im Umgang mit Mobbing im Internet: „Ich merke schon, dass es nicht einfach geschluckt wird, sondern dass sich gewehrt werden darf und man auch sagen darf: ,He, das ist nicht in Ordnung, mir geht's schlecht damit‘.“
Auf die Leute zugehen, sie fragen, woher die Wut kommt, empfiehlt die Sängerin als adäquates Mittel gegen Gift und Galle und wenn es gar nicht mehr geht, scheue sie auch vor rechtlichen Mitteln nicht zurück. Doch eigentlich glaube sie, dass Mobbing nicht mit Härte, sondern nur mit positiven Gefühlen bekämpft werden könne – „mit Verständnis, mit Liebe und einem offenen Ohr.“ Das wäre schön.
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