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Dackel in Brandenburg mutmaßlich von Wolf angegriffen

Ein Wolf soll einen Dackel angegriffen haben. Eine Untersuchung erhärtet diesen Verdacht. Der Jagdverband fordert nun drastische Konsequenzen.

dpa
2 Min
ARCHIV - Zwei Wölfe sind im Gehege im Wildpark Schorfheide zu sehen.  a

ARCHIV - Zwei Wölfe sind im Gehege im Wildpark Schorfheide zu sehen. a

© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

In Havelsee (Kreis Potsdam-Mittelmark) war vor Wochen ein Dackel verletzt worden. Laut der Halterin war der Hund unbeaufsichtigt im Wald unterwegs und nicht als Jagdhund im Einsatz gewesen. Eine Genprobe wurde anschließend durch das Zentrum für Wildtiergenetik des Senckenberg-Instituts in Hessen mit zwei Methoden untersucht. Der Rauhaardackel wurde tierärztlich versorgt und erlitt laut Verband keine lebensbedrohlichen Verletzungen.

Das LfU kündigte an, keine weiteren Untersuchungen bezüglich des Verhaltens des mutmaßlichen Angreifers vornehmen zu wollen. Der Landesjagdverband in Brandenburg bezeichnete das am Dienstag als „grob fahrlässig“. „Es liegen keinerlei Informationen vor, ob es sich bei diesem Wolf nicht tatsächlich um ein verhaltensauffälliges Tier handelt und ob weitere Angriffe ausgeschlossen werden können“, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. Der Schutz der Bevölkerung müsse höchste Priorität haben.

Der Jagdverband forderte zudem „eine sofortige Entnahme des Wolfes, um weitere Angriffe ausgehend von diesem Tier auszuschließen“. Die Jäger wiederholten ihre Forderung den Wolf „unverzüglich ins Jagdrecht“ aufzunehmen und den aktuellen Bestand zu reduzieren.

Bislang sind vor allem Angriffe von Wölfen auf Weidetiere bekannt. In Brandenburg gibt es nach Angaben des Landesumweltministeriums aktuell etwa 52 Wolfsrudel. Die Zahl der Wolfs-Übergriffe stieg von 297 im Jahr 2022 auf 358 im vergangenen Jahr. Dabei wurden 1281 Schafe und Ziegen getötet.

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