Kesselflicker, hier herein, es wird wohl was zu flicken sein", heißt es in einem alten Reim. Den Beruf, der seit dem Mittelalter ein traditionelles, wenn auch nicht einträgliches Handwerk war, gibt es nicht mehr. Trotzdem sind beim Kauf und Gebrauch des heute handelsüblichen und oft hochwertigen Kochgeschirrs einige Dinge zu beachten.***Schmortopf: Ob aus Gusseisen, Emaille oder Ton -der Vorteil der Zubereitung ist, dass alle Zutaten über mehrere Stunden gemeinsam garen, was dem Gericht einen besonders kräftigen Geschmack verleiht. Der tönerne Römertopf ist seit den 1970er-Jahren in Vergessenheit geraten. Vielleicht zu Unrecht. Im Tonmantel gegartes Fleisch schätzten die Jäger schon vor Jahrtausenden. Wichtig ist es, den Römertopf mindestens eine Viertelstunde vor der Verwendung zu wässern. Dem Gargut selbst muss kaum Wasser zugegeben werden, was die Zubereitung im Backofen so aromatisch macht. Kasserolle: Eine besondere Form ist der henkellose Stieltopf, die Kasserolle. Kleine Kasserollen sind ideal zum Erhitzen der Milch für den Morgenkaffee oder zum Reduzieren eines Bratenfonds. Wie auch andere Töpfe und Pfannen gibt es sie mittlerweile mit der Antihaftbeschichtung Teflon. Hier sollten Verbraucher jedoch darauf achten, dass es zu keiner Überhitzung des leeren Topfes (ab 202°C) kommt, weil das krebserregende Dämpfe freisetzen kann. Die Kasserolle aus Teflon sollte daher nicht länger als drei Minuten leer auf einer angeschalteten Herdplatte stehen.Wok: Das traditionelle chinesische Kochgeschirr ist ein Allroundtalent. Der Wok macht Dämpfen, Kurzbraten, Frittieren, Schmoren und sogar Räuchern möglich. Mit einem Aufsatz werden besonders Fische und Meeresfrüchte aromatisch gedämpft. Woks aus Edelstahl können in die Spülmaschine gesteckt werden, die Variante aus Gusseisen nicht, sonst droht Rost. Dieser schwere Wok liegt jedoch besser auf der Herdplatte als solche aus Edelstahl. Idealerweise kocht man mit dem Wok auf einer Gasflamme.Schnellkochtopf: Beim Garen mit einem Dämpfeinsatz braucht man viel Geduld und Strom. Eine schnelle und stromsparende Alternative ist der Schnellkochtopf. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Garzeit ist kurz, was die Vitamine, Mineralstoffe und Aromen erhält. Überzieht man die Zeit, verkochen die Speisen leicht. Die Angst vor der Explosion eines Schnellkochtopfs ist bei sachgemäßer Verwendung unbegründet, da Ventile für die Regulierung des Drucks sorgen.Fonduetopf: Wenn es gemütlich werden soll, kommt ein besonderer Keramiktopf zum Einsatz. Während normalerweise die Töpfe nach dem Kochen unbeachtet auf dem Herd stehen bleiben, passiert beim Fondue alles um ihn herum. Die älteste Art ist das Käsefondue. Der Käse wird auf dem Herd erhitzt und dann mithilfe einer kleinen Flamme auf dem Tisch heiß gehalten. Da es sich um das Nationalgericht der Schweiz handelt, gibt es über das Mischungsverhältnis der Käsesorten, des zugegebenen Weißweins und des Kirschbrandes immer wieder Diskussionsbedarf. Eine leichtere Variante ist das Fondue mit Rinderbrühe.Töpfe für den Induktionsherd: Bei den neuen Herden mit Induktion, die bislang jedoch noch nicht so häufig anzufinden sind, ist nicht jeder Topf benutzbar. Kochgeschirr aus Kupfer und Aluminium ist nicht induktionstauglich, da das Material beim Kochen kein magnetisches Feld herstellt. Töpfe aus Gusseisen eignen sich gut, Edelstahl wiederum nur bedingt. Die Hersteller weisen meist mit einem Zeichen in Form einer Spirale, das auf den Topfboden geprägt ist, auf die Induktionstauglichkeit des Geschirrs hin.------------------------------Foto: Gemütlich garen: das FondueFoto: Auch die klassische Hühnersuppe gelingt im Schmortopf gut.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de