Frankreich

Das Netz spottet über die Ohrfeige für Emmanuel Macron: Das sind die besten Memes

Nach der mutmaßlichen Ohrfeige von Brigitte Macron ergießt sich im Netz der Spott über Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron. Wir haben die lustigsten Bilder.

BLZ/dpa/AFP/joh
4 Min
Bild aus glücklichen Tagen: Emmanuel und Brigitte Macron

Bild aus glücklichen Tagen: Emmanuel und Brigitte Macron

© INDONESIAN PRESIDENTIAL PALACE

Das Netz spottet über Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte. Am Flughafen von Hanoi machte es den Eindruck, dass Frankreichs Première Dame ihrem Ehemann eine Ohrfeige verabreichte. Im Netz gibt es nun zahlreiche Spekulationen über den vermeintlichen Tathergang und die Auswirkungen auf das Eheleben der Macrons. Der französische Staatschef steht dabei nicht gut da - Comicartige Bilder zeigen ihn als geprügelten Ehemann.

Ein Mitreisender hatte kurz nachdem das Video der Ohrfeige viral gegangen war, von einer harmlosen Szene gesprochen. Zwischen dem französischen Präsidenten und seiner Frau habe es „natürlich keine gewalttätigen Gesten“ gegeben, sagte der Mitreisende der französischen Zeitschrift „Gala“.

Laut dem engen Vertrauten des Präsidentenpaars habe es sich lediglich um „einen Moment der Entspannung“ nach einem langen Flug gehandelt. Alle, die mit im Flieger waren, könnten „die sehr gute Stimmung an Bord“ bestätigen, bevor das Präsidentenpaar die Treppe hinunterging. Nutzer der Plattform X sehen das offenbar anders und stellen den Präsidenten als Prügelknaben dar.

Macron hatte die Darstellung, seine Frau habe ihn geschlagen, am Montag zurückgewiesen. „Ich habe mit meiner Frau gescherzt, wie wir es ziemlich oft tun“, sagte er. Mit Blick auf das Video sprächen Menschen nun von einem Beziehungsstreit. „Nichts davon ist wahr.“

Im Netz scheint klar zu sein: Macron müsse sich auch schützen. Etwa mit einem besonderen Kopfschutz, den auch Ringer tragen. Dazu schreibt ein Nutzer: Safety first (Deutsch: Sicherheit geht vor)

Es ist erst zwei Wochen her, dass das Gerücht gestreut wurde, Macron habe gemeinsam mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Nachtzug nach Kiew Kokain geschnupft. Damals stellte der Elysée-Palast rasch klar, dass Macron lediglich ein Papiertaschentuch - und kein Kokain - in seiner Hand verschwinden ließ, als Kameraleute früher als geplant das Treffen der Politiker im Zugabteil filmten.

„Das ist ein Taschentuch. Zum Naseputzen“, kommentierte das französische Präsidialamt ein entsprechendes Foto trocken im Onlinedienst X. Während die Kokain-Geschichte vor zwei Wochen recht eindeutig russischen und sonstigen Internet-Trollen zuzuschreiben war, könnte die Geste von Brigitte Macron am Montag allerdings tatsächlich eine heftige gewesen sein, die der Elysée-Palast herunterzuspielen versucht. Dafür spricht die Tatsache, dass das Umfeld des Präsidenten die Echtheit des Videos zunächst infrage stellte und - nachdem diese bestätigt war - eine harmlos klingende Erklärung nachlieferte.

Eine spöttische Reaktion aus Moskau ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. „Das eigentlich Interessante ist, wie der Elysée-Palast das neue Emmanuel-Gate vertuschen will“, kommentierte Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa. „Hat die First Lady beschlossen, ihren Gatten mit einem sanften Klaps auf die Wange aufzuheitern und ihre Stärke unterschätzt? Hat sie ihm ein Taschentuch gereicht, aber verfehlt? Wollte sie seinen Kragen richten und hat stattdessen sein geliebtes Gesicht getroffen?“, schrieb Sacharowa süffisant und schloss: „Hier ist ein Tipp: Vielleicht war es ‚die Hand des Kreml‘?“

Nach Ansicht des Kommunikationsexperten Philippe Moreau Chevrolet geht es bei den Kommentaren vor allem darum, „die Darstellung zu verbreiten: der französische Präsident wird von seiner Frau geschlagen, er ist kein echter Mann“. Dies entspreche der „maskulinistischen Dauerbeschallung der globalen Rechtsextremen“.

Wie immer die Geste der französischen Präsidentengattin zu erklären ist - fest steht, dass die unkonventionelle Ehe des 47-jährigen Präsidenten mit der 72-Jährigen ehemaligen Lehrerin viele Menschen fasziniert und Macrons Gegnern immer wieder eine Angriffsfläche bietet.

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