RAHNSDORF. Der Bezirk Treptow-Köpenick sucht einen Investor für das Strandbad Müggelsee. Bis zum 25. Juli können sich Interessenten bewerben. Das denkmalgeschützte Bad soll wieder zum Aushängeschild für den Bezirk werden, heißt es.Laut Ausschreibung im Berliner Amtsblatt soll möglichst viel der knapp 12 000 Quadratmeter Fläche Wald sein, der für jeden frei zugänglich ist. Zudem soll ein ufernaher Wanderweg geschaffen werden. Die ehemalige Großgaststätte am Eingang sowie alle nicht mehr benötigten Gebäude sollen abgerissen, die übrigen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude saniert werden. Die Betonkante am Seeufer sei zu reparieren oder zu entfernen. Auch Parkplätze gehören zum Wunschkatalog. Mit den Betreibern von Sauna, Katamaran-Klub und Segelschule soll über Verlagerungen oder neue Verträge verhandelt werden.Nach den Vorstellungen des Bezirks könnte der benachbarte FKK-Bereich auch von einem Verein betrieben werden. Sollte sich kein Betreiber finden, wird dort alles Wald. Zunächst erhalten, aber verkleinert werden soll das Jugenddorf, das seit 1951 existiert und derzeit vom Verein "Regenbogen" betrieben wird.Der Bezirkssportbund, der das Bad seit zwei Jahren betreibt, kritisiert die Ausschreibung. Der Vorsitzende Walter Kaczmarczyk hält das Vorgehen für rechtswidrig: "Eine öffentliche Sportstätte darf nicht so einfach verkauft werden." Kostenloser Eintritt und Sport- und Spielmöglichkeiten lockten im Vorjahr mehr als 100 000 Gäste an. Kacz- marczyk: "Ein Investor, der mindestens acht Millionen Euro für die Sanierung bezahlen muss, wird das Bad nicht kostenlos offen halten." Heute will der Vorstand über mögliche Schritte beraten.
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