Wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl zieht die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp eine klare Grenze zum BSW. Eine Koalition mit der Partei könne sie sich „absolut nicht vorstellen“, sagte Eralp im Podcast von Politico. Das BSW reagiert nun und kündigt seinerseits an, nach der Wahl mit allen Parteien im Abgeordnetenhaus über konkrete Vorhaben sprechen zu wollen.
„Die Spitzenkandidatin der Linken stellt sich schon mal darauf ein, dass das BSW dem nächsten Abgeordnetenhaus angehören wird. Das ist gut“, sagte der Berliner BSW-Co-Vorsitzende und Abgeordnete Alexander King zur Berliner Zeitung. Dass Eralp vorsorglich eine Koalition ausschließe, nehme seine Partei gelassen: „Wir sind nicht beleidigt.“
Eralp hatte ihre Absage mit der Haltung des BSW in Sachsen-Anhalt begründet. Die Partei habe sich dort „angedient, zum Steigbügelhalter für eine rechtsextreme Partei“ zu werden. Eine solche Partei komme für sie als Koalitionspartner nicht infrage. Die meisten Schnittmengen sieht Eralp nach eigenen Angaben mit SPD und Grünen, insbesondere in der Mietenpolitik.
Wahlkampf
„Das unterscheidet uns von der Linken“: BSW-Landeschef King kontert Eralps Koalitionsabsage
BSW-Landeschef Alexander King nennt fünf Projekte, für die seine Partei nach der Wahl Partner sucht – und schickt eine Spitze an die Linke hinterher.
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Alexander King, Spitzenkandidat für die BSW-Doppelspitze zur Abgeordnetenhauswahl, will „mit allen reden“.
© Sven Kaeuler/dpa