An der Karl-Marx-Allee wird am Mittwoch nach 35 Jahren die Mokka-Milch-Eisbar wiedereröffnet. Der denkmalgeschützte Pavillon in Berlin-Mitte wird neu als Restaurant, Café und Bar eröffnet. Neue Betreiber sind Natacha und Alexander Neumann, wie das Unternehmerpaar mitteilte.
„Wir haben uns sofort in das Objekt verliebt“, so Neumann. Weder sie noch ihr Mann hätten in der DDR gelebt, dennoch sei eine Verbindung zu dem Ort entstanden. Das Café wurde Anfang der 1960er Jahre als Teil des zweiten Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee errichtet. Markant sind die großen Glasfenster und die gelb gekachelte Fassade.
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Mokka-Milch Eisbar erlangt durch Schlager große Bekanntheit
Landesweite Bekanntheit erlangte die Eisbar durch den Schlager „In der Mokka-Milch-Eisbar“ von Thomas Natschinski aus dem Jahr 1969. Besonders in den 1980er Jahren mit angeschlossenen Diskotheken war das Lokal ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Nach dem Fall der Mauer wurde der Betrieb eingestellt. Ab 1993 nutzte das Restaurant „Alberts“ mit dem Nachtclub „A-Lounge“ das Gebäude, bevor auch dieses im August 2019 schloss.
Das Haus wurde nach strengen Vorgaben saniert, etwa bei Fassade, Galeriegeländer und Lüftungstechnik. „Man sieht, dass da einiges gelungen ist“, sagte der Leiter des Landesdenkmalamts, Christoph Rauhut. Für die Karl-Marx-Allee, die mit 1,8 Kilometern als längstes Baudenkmal Deutschlands gilt, sei die Wiedereröffnung ein wichtiger Schritt. Den Anwohnern fehle bislang ein Treffpunkt.
Auch das benachbarte Kino International war Anfang dieses Jahres nach 18 Monaten Sanierung wieder eröffnet worden. Neben Speisen, Mokka und Eis planen die Neumanns nach eigenen Angaben Veranstaltungen wie Pilates-Kurse und Mal-Abende. Im oberen Bereich entsteht ein Coworking-Bereich mit Meetingräumen. Mit dem Kino International stünden sie im Austausch über mögliche Kooperationen. (mit dpa)
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