Ein vorbestrafter Drogendealer hat einen erneuten Handel mit Rauschgift zugegeben. Er habe etwa ein Kilogramm Kokain in Holland gekauft und in einem Wohnmobil nach Deutschland gebracht, gestand der 46-Jährige am Montag zu Prozessbeginn vor dem Berliner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft geht zudem davon aus, dass er in der Türkei drei Kilogramm Heroin beschaffte. Mitangeklagt sind drei mutmaßliche Komplizen. Ein Kilo Kokain hat einen Marktwert von ungefähr 50 000 Euro.
Kokain unter einer Matratze in einem Wohnwagen
Die vier Männer im Alter von 24 bis 69 Jahren waren im November 2014 nach längeren Ermittlungen gefasst worden. In einem Wohnwagen, mit dem der Hauptverdächtige und der 69-Jährige kurz zuvor aus Rotterdam gekommen waren, wurde unter einer Matratze Kokain sichergestellt.
Der 46-Jährige sagte, er habe trotz einer verbüßten Haftstrafe von fast vier Jahren erneut gedealt, um seinen eigenen Drogenkonsum zu finanzieren. Weil er bei albanischen Lieferanten verschuldet gewesen sei, habe er sich auf die Fahrt nach Holland eingelassen. Einen Schmuggel von Heroin aus der Türkei habe es aber nicht gegeben. „Es gab die Idee, das Vorhaben kam allerdings nicht zustande“, erklärte der Hauptangeklagte. Der Prozess wird am 11. Mai fortgesetzt. (dpa)
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