Debatte um Humboldtforum und Stadtschloss

SPD und CDU: Schlossbau ist „unumkehrbar“

Der Bau des Berliner Schlosses wird nicht mehr gestoppt. In den Koalitionsverhandlungen haben sich SPD und CDU/CSU darauf verständigt, dass die Arbeiten „zügig fortgesetzt“ werden. 2019 soll das neue Schloss eröffnen.

Ulrich Paul
2 Min
Blick auf die Baustelle für das Humboldt-Forum.

Blick auf die Baustelle für das Humboldt-Forum.

© Berliner Zeitung/Hans Richard Edinger Lizenz

„Nach der Grundsteinlegung im Juni 2013 hat nun unumkehrbar die Bauphase für diese kulturpolitische Visitenkarte unseres Landes begonnen, die wir erfolgreich zu Ende führen werden“, heißt es weiter.

Eine Debatte über eine geänderte Gestaltung des Schlosses, wie sie der Architekt Stephan Braunfels angestoßen hat, hat dem Papier zufolge keine Aussicht auf Erfolg. Die Bauarbeiten für das Schloss würden „zügig fortgesetzt“, haben Union und SPD festgehalten.

Braunfels fordert wie berichtet einen Baustopp für das Projekt. Der Münchner Architekt will eine Umplanung erreichen, um den Bau des Ostflügels zu verhindern. Der Ostflügel entsteht nach Plänen des Architekten Franco Stella in moderner Architektur. Die drei übrigen Fassaden werden nach historischem Vorbild rekonstruiert.

Braunfels will den Schlüterhof des Schlosses Richtung Fernsehturm öffnen. Er versetzt dafür in seinem Entwurf eine Barockfassade aus dem Schlüterhof von ihrem historischen Platz an einen anderen Standort. Dabei beruft sich Braunfels auf einen Entwurf um 1700, der Schlüter zugeschrieben wurde. Ob der Entwurf von Schlüter stammt, ist umstritten.

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