Durch die letzten 128 Tage des Krieges und die ersten 34 Tage des Friedens führt der Defa-Film „Das Jahr 1945“ des Regisseurs Karl Gass. Als er 1985 im Kino International feierlich aufgeführt wurde, ließ er das Publikum beeindruckt zurück – vor allem die Fülle bis dahin nicht gezeigter Archivaufnahmen ließ die Ereignisse vor den Augen der Zuschauer lebendig werden. Viele der Aufnahmen entstanden in Berlin.
40 Jahre später ist der 90 Minuten lange Streifen abermals zu sehen – am 7. Mai 2025 im Kino Babylon um 17.45 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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Nach der Erstaufführung 1985 lobte der Kritiker der Berliner Zeitung „die ganz und gar unpathetische Art“ der Vermittlung des in 26 Kapiteln geordneten Bildmaterials und „die erstaunliche Tatsache, daß nach Hunderten von Versuchen, Zeitgeschichte zwischen 1933 und 1945 mittels filmischen Zeitzeugnissen“ immer noch „unwahrscheinlich viel unbekanntes Dokumentarfilmmaterial“ Verwendung gefunden habe. Den Kommentar schuf Klaus Wischnewski.
Im Interview mit der Berliner Zeitung sagte Regisseur Karl Gass seinerzeit: „Wir wollten keinen Film mit vielen und langen Szenen über Kämpfe, wir wollten die Menschen aus jenen Tagen zeigen, Schicksale und Auswirkungen des Krieges auf ihr Leben und ihr Sterben. In jener Zeit wurden Menschen ermordet, hingerichtet, sind Menschen gefallen, begingen Selbstmord. Und wir zeigen Menschen im Kampf gegen Faschismus, die Sehnsucht nach Frieden, erste Schritte in ein neues Leben.“
Das Jahr 1945. Dokumentarfilm, Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, 7. Mai, 17.45 Uhr, Eintritt frei
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