Der Jugendverband der FDP, die Jungen Liberalen in Charlottenburg-Wilmersdorf, haben für Freitag eine Demonstration gegen die Sperrung der Ringbahnbrücke auf der A100 angemeldet. Die plötzliche Sperrung sorgte für Verkehrschaos in Berlin. Besonders die Politik, darunter Verkehrssenatorin Ute Bonde, standen in der Kritik, da der Riss schon länger bekannt war, jedoch kein Konzept entwickelt wurde, bevor die Brücke gesperrt werden musste.
Auf Anfrage der Berliner Zeitung sagte Tobias Bergmann, Vorsitzender der Jungen Liberalen Charlottenburg-Wilmersdorf, am Freitag solle unter dem Motto„Ab Hier Steht Alles – Sonderbaurecht jetzt!“ vor dem Artemis und neben der A100 demonstriert werden.
Sperrung der Brücke auf der A100 sorgt für Ärger bei den Bürgern
Hierbei soll besonders auf „das Versagen des Berliner Senats in Bezug auf die Sperrung der Ringbahnbrücke“ aufmerksam gemacht werden. „Aktuell steht alles rund um die A100, dabei sollte der Berliner Verkehr eigentlich flutschen. Dass er dies nicht tut, liegt an einer fahrlässigen und zum Teil mutwilligen Vernachlässigung der Infrastruktur für den motorisierten Verkehr in Berlin“, so Bergmann. Für die Instandsetzungen mehrerer Brücken in Berlin sei eine „massive Beschleunigung“ nötig. „Beim Neubau der Ringbahnbrücke bedarf es einer Sonderbaurechtszone, welche 24/7 Arbeiten ermöglicht, wobei die umliegenden Anwohner dafür angemessen entschädigt werden sollten. So kann auch für ortsansässige Gewerbetreibende der Verkehr wieder volle Fahrt aufnehmen“.
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Bei ihrem Landesparteitag am 22. März verabschiedete die FDP Berlin zudem die Forderung nach einem „Pilotprojekt, um eine massive Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen für Deutschland zu erproben“. Dazu entwickelten die Liberalen einen Maßnahmenkatalog, der auch die Einrichtung einer Sonderbaurechtszone „Autobahndreieck Funkturm“ beinhaltet.
Die Sperrung der A100 vor einigen Wochen sorgt für großen Unmut in Berlin. Am Mittwoch entschied die Autobahn GmbH des Bundes, die marode Brücke, die über die Ringbahn am Dreieck Funkturm führt, ohne vorherige Stützmaßnahmen abzureißen. Die nördlich anschließende Westendbrücke, ein weiteres Spannbetonbauwerk von 1963, wird ebenfalls abgebrochen. Diese Arbeiten sollen bis zum 25. April abgeschlossen werden.
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