Nach einer überwiegend friedlichen Walpurgisnacht sehen Senat und Polizei verhalten optimistisch auf den 1. Mai in Berlin. Polizeipräsident Klaus Kandt sagte am Donnerstagabend mit Blick auf die sogenannte Revolutionäre-1.-Mai-Demonstration am Freitagabend in Kreuzberg und Neukölln: „Ich erwarte eine zahlenmäßig starke Veranstaltung, die aber in der Masse friedlich bleiben wird.“
Etwa 2500 Menschen nehmen am Donnerstagabend an der traditionellen Walpurgisnacht-Demo linker Gruppen in Berlin teil.
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Rund 200 von ihnen stuft die Polizei als gewaltbereit ein. Nach etwa anderthalb Stunden wurden die ersten Bengalos gezündet.
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Sowohl am Rande der Demo als auch mitten drin werden die Feuerwerkskörper gezündet. Die Täter sind in der Regel vermummt.
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Die Demonstration beginnt am Leopoldplatz und endet an der Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg.
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In Wedding werden die Demonstranten von den Anwohnern mit Transparenten unterstützt. Kritikpunkt sind unter anderem die hohen Mieten in dem Stadtteil.
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Der sogenannte „schwarze Block“ beim Aufstellplatz im Wedding.
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Trotz des schlechten Wetters nahmen rund 2500 Menschen an der Demonstration in der Walpurgisnacht teil.
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Einige gewaltbereite Demonstranten zündeten später am Abend Pyrotechnik. Es kam zu einigen Festnahmen seitens der Polizei.
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Donnerstagabend: Anhänger beobachten mit Pyrotechnik vom Balkon eines Hauses aus den Demonstrationszug, der bei der traditionellen Walpurgisnacht-Demo linker Gruppen durch Berlin zieht.
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Polizeiaufgebot nach der Demo am U-Bahnhof Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg.
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Mit Randalierern von außerhalb sei kaum zu rechnen, fügte Kandt an. „Wir haben keine überregionale Mobilisierung wahrgenommen.“ Die Polizei vermute eher, dass einzelne gewaltbereite Demonstranten nach Hamburg fahren und nicht in Berlin bleiben. „Von daher ist die Prognose ganz günstig.“
Dass die Demonstranten am Abend des 1. Mai in die von Flüchtlingen besetzte Schule in Kreuzberg gelangen, will die Polizei verhindern. „Wir werden die Schule absperren, so dass es aus der Demonstration heraus keine Besetzung der Schule geben wird, das ist ganz klar“, sagte Kandt. Sollte ein anderes Gebäude besetzt werden, lasse die Polizei es wieder räumen.
Die abendliche Demonstration am Mai-Feiertag mit erwarteten 20 000 bis 30 000 Teilnehmern beginnt gegen 18.00 Uhr am Spreewaldplatz in Kreuzberg, führt nach Neukölln und wieder zurück zum Lausitzer Platz nahe dem großen Straßenfest in Kreuzberg, wo Zehntausende feiern. Insgesamt wird die Polizei rund um den 1. Mai fast 7000 Beamte im Einsatz haben.
Innensenator Frank Henkel (CDU) zog nach der Walpurgisnacht-Demonstration linker Gruppen am Donnerstagabend in Wedding ein erstes Fazit. „Bislang können wir zufrieden sein“, teilte er mit. „Positiv ist, dass die Demo relativ störungsfrei verlaufen ist und den Endpunkt erreicht hat.“
Das Bild zeigt "Bloks Bergs Verrichtung" von Johannes Praetorius von 1668. Das Treiben auf dem Blocksberg, dem Brocken, dominierte vor allem im 15. und 16. Jahrhundert die Vorstellung vom sogenannten Hexensabbat.
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Die Walpurgisnacht trägt bis heute kulturelle Blüten und lebt nicht nur in Volksmärchen fort. 1964 wurde die Walpurgisnacht als Ballet am Moskauer Bolschoi Theater aufgeführt.
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Am 30.4.1990 wird die Walpurgisnacht in Prenzlauer Berg in Berlin gefeiert. Als Hexen Kostümierte in der Wörther Straße sind auf dem Weg zum Wasserturm, wo ein Hexenfeuer brennt.
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Jugendliche lassen 2001 im Mauerpark in Berlin das Walpurgisnachtfeuer brennen.
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Immer wieder sieht man traditionelle Walpurgishexen, so wie hier 1999 in Elend im Harz.
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Auf dem Brocken im Harz, also auf dem Blocksberg, feiern Hexen die Walpurgisnacht 2004.
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In die Walpurgisfeiern mischen sich auch mal Maikrawalle, wie hier 2002 in Prenzlauer Berg in Berlin.
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Die etwas verregnete Demonstration mit knapp 3000 Teilnehmern verlief trotz aggressiver Grundstimmung weitgehend friedlich. Teilnehmer warfen Farbbeutel und zerstörten Scheiben einer Bushaltestelle. Mitglieder der linksautonomen Szene suchten Schubsereien und Rangeleien mit Polizisten und beschimpften sie mit Sprechchören. Andere zündeten wie in den vergangenen Jahren Feuerwerkskörper, Böller und bengalisches Feuer. Heftigere Randale, wie es sie vor vielen Jahren in Berlin auch in der Walpurgisnacht gegeben hatte, unterblieb aber.
Seit 1987 gab es am 1. Mai und dem Vorabend immer wieder Ausschreitungen und Krawalle von Linksautonomen und unpolitischen Randalierern. In den vergangenen Jahren ging es aber zusehends weniger gewalttätig zu. (dpa)
Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai ist Walpurgisnacht. Auch viele Berliner sind an diesem Abend als Hexen verkleidet in der Stadt unterwegs.
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Der Sage nach versammeln sich zur Walpurgisnacht die Hexen auf dem Hexentanzplatz bei Thale, um von dort aus auf Besen, Mistgabeln, Katzen und ähnlichen "Fluggeräten" gemeinsam zum Brocken zu fliegen, wo das eigentliche Hexenfest stattfindet.
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Das Hexenfeuer wird in vielen Regionen Deutschlands gefeiert. Am 30. April wird dafür ein großes Feuer entfacht, das „die bösen Geister“ vertreiben soll.
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Der Name Walpurgisnacht leitet sich von der Heiligen Walburga ab – einer Äbtissin aus England. Der Gedenktag dieser Heiligen wurde im Mittelalter am 1. Mai gefeiert.
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Ihr Leben stand in keinem Zusammenhang mit Hexen und dem Teufel. Erst ihre Heiligsprechung stellte die Verbindung zur heutigen Walpurgisnacht her, denn durch zahlreiche Wundertaten, welche Walburga zugeschrieben werden, gilt sie auch als Schutzpatronin der Seefahrt und gegen böse Geister.
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Kein reines Hexenfest: Auch Männer lassen sich den Spaß der Walpurgisnacht nicht entgehen und verkleiden sich als Satan mit Teufelshörnern.
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Auch Besucher des Filmparks Babelsberg in Potsdam haben sich am Donnerstag als Teufel und Hexen verkleidet.
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Je weiter die Walpurgisnacht voranschreitet, desto schauerlicher werden die Veranstaltungen im Filmpark Babelsberg: Das Maifeuer wird entzündet.
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