Es gibt ein Männerbild, das gerade in der deutschen Medienlandschaft lange, genauer: seit #MeToo, gut funktioniert hat. Der kuschelige Typ, etwas bieder, aber allzeit caring. Ein Mann, der ganz selbstverständlich über Gleichberechtigung spricht.
Einer, der sich um die Kinder kümmert, wenn die Frau arbeitet, ohne seiner Männlichkeit verlustig zu gehen. Der in Interviews sagt, er halte gar nichts von „vermeintlichen Alphatierchen“. Der Moderator Christian Ulmen hat dieses Bild über Jahre perfektioniert. „Ich sehe mich komplett als der Typ Mann, den sich der Feminismus immer gewünscht hat“, sagte er einst der WAZ.
Missbrauch
Der Fall Christian Ulmen: Das Ende des woken Vorzeigemanns
Der Fall Ulmen zeigt leider erneut, wie Männer, die sich als Feministen inszenieren, hinter verschlossenen Türen das Gegenteil leben. Nach El Hotzo zerbricht eine weitere progressive Fassade.
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Nach außen okay: Christian Ulmen und Collien Fernandes im Jahr 2024
© Carsten Koall