Eine ganze Weile kann man bei der Lektüre von Olivia Laings „Der Garten und die Zeit“ damit verbringen, im Internet nach den Pflanzen zu suchen, die sie nennt: Sizilianischer Honiglauch, Steppenkerze, Sternnarzisse, Gelber Hornmohn, Rostfarbiger Fingerhut, Filzblättrige Anemone, Wohlriechendes Labkraut, Jakobsleiter, Türkenbund, Japanische Goldorange, „zwei interessante Beinwelle“. Bei letzteren ahnt sie beim Kauf nicht, „welches Unheil sie anrichten würden“. Und wenn wir es nicht überlesen haben, erfährt man es nicht, das Unheil. Womöglich ist Beinwell zu „ausdauernd krautig“, wie Gartenratgeber wissen.
Erzählendes Sachbuch
„Der Garten und die Zeit“ von Olivia Laing: Adam und Eva waren nicht faul
Glück, Privileg und Verpflichtung ist ein Garten, etwas Politisches gar. Die englische Schriftstellerin kümmert sich selbst um Pflanzen und liest über sie querbeet. Die Buchkritik.
Sylvia Staude
6 Min
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Olivia Laing
© Sandra Mickiewicz