Demonstranten, die für Aleksander Lukaschenko auf die Straße gehen, am 16. August 2020 in Minsk.
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Insbesondere Polen hat Angst vor einem neuen Konflikt in Belarus, der dem Ukraine-Desaster ähneln könnte. Doch der Kreml wollte die Nachricht nicht bestätigen und kommentierte das Gespräch in einer Pressemitteilung weit weniger aggressiv. In einer Mitteilung hieß es lediglich, dass Russland „die Allianz zwischen beiden Ländern stärken“ und „destruktive Kräfte“ verhindern wolle, die dagegen vorgingen.
Eine Invasion Russlands ist eher unwahrscheinlich - zumindest solange der Belarus-Konflikt ein landesinnerer Konflikt bleibt. Lukaschenko gilt auch in Russland als unsicherer Partner. Seine Machtspiele mit der EU werden ihm negativ ausgelegt, außerdem soll er Gasrechnungen nicht bezahlt haben. Im Interesse Russlands ist lediglich eine belarussische Pufferzone, die unabhängig und russlandfreundlich bleibt.
Derweil protestiert die Jugend weiter gegen Lukaschenko und zugunsten von Neuwahlen.
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Die aktuellen Proteste, die am Sonntag wieder einen neuen Höhepunkt erreichten, sind ideologisch nicht klar definiert. Die Demonstranten protestieren für Freiheit und Unabhängigkeit, zudem pflegen führende Oppositionspolitiker Kontakte zur russischen Wirtschaft. Lukaschenkos Hilferuf ist also strategisch zu werten: Er hat Angst um seine Macht. Jetzt behauptet er, die Nato würde sich für einen Angriff vorbereiten. Außerdem organisiert er Gegendemonstrationen. All das zeigt: Sein Thron wankt.
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