Washington Das Berliner Nobelhotel Adlon, der Fernsehturm am Alexanderplatz sowie der Hauptbahnhof in der Hauptstadt, dazu der Eiffelturm und die berühmte Kathedrale Notre Dame in Paris: Der rechts orientierte US-Sender Fox News hat erstmals konkrete Ziele für mögliche Anschläge islamistischer Terroristen genannt, vor denen seit Tagen gewarnt wird. Die Ziele soll ein aus Deutschland stammender mutmaßlicher Islamist in Verhören benannt haben, der sich im afghanischen Bagram in US-Militärhaft befindet. Fox News beruft sich auf westliche Geheimdienste. Auch der Schutz der britischen Königsfamilie sei verstärkt worden. Mehrere Angriffsteams planen demnach Anschläge in mindestens drei europäischen Städten. Ziel sei, bei bewaffneten Überfällen mehr Menschen zu töten als 2008 im indischen Mumbai. Dort waren 173 Menschen umgekommen, als bewaffnete Attentäter das Hotel Taj Mahal sowie den Hauptbahnhof stürmten.Deutsche in Pakistan getötetIn Washington werden die Warnungen vor möglichen Anschlägen in Europa offenbar ausgesprochen ernst genommen. Am Sonntag riet das US-Außenministerium den Bürgern der Vereinigten Staatem, sich in Europa stets möglicher Bedrohungen bewusst zu sein.Einige Kommentatoren in den USA interpretierten die Reisewarnung als Versuch der US-Regierung, sich für den Fall der Fälle abzusichern. Spätestens seit dem knapp gescheiterten Bombenanschlag auf dem New Yorker Times Square am 1.Mai aber nehmen US-Sicherheitskreise jeden Hinweis auf neue Anschläge äußerst ernst. Wie im Fall des aus Pakistan stammenden US-Bürgers Faisal Shahzad sollen islamistische Terrorgruppen dazu verstärkt US-Bürger und Bürger anderer westlicher Staaten rekrutieren. Shahzad hat sich inzwischen schuldig bekannt, seinen Nissan am Times Square mit einer Autobombe abgestellt zu haben, die jedoch nicht explodierte. Zugleich kündigte er weitere Anschläge an. Laut Anklage handelte Shahzad im Auftrag der pakistanischen Taliban, von denen er 12000 Dollar erhalten haben soll.Auch die Spur der jetzigen Warnungen führt offenbar nach Pakistan, laut US-Geheimdienstdirektor James Clapper diesmal aber zu El Kaida. Als Reaktion soll Washington im September Drohnenangriffe gegen mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder in Pakistan verstärkt haben. Gestern sollen bei einer solchen Attacke in Nord-Waziristan acht Aufständische getötet worden sein, darunter nach Angaben lkaler Sicherheitsbehörden auch fünf Deutsche türkischer Herkunft. Das Auswärtige Amt konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen. Entsprechenden Berichten werde nachgegangen, sagte ein Sprecher am Montagabend in Berlin. (mit AFP)------------------------------Foto: Erhöhte Aufmerksamkeit am Brandenburger Tor, das als eines der gefährdeten Objekte gilt.
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