Gesellschaft

Deutlich mehr Straftaten mit Bezug auf sexuelle Orientierung

Menschen, die sich in Bezug auf ihr Geschlecht oder ihre Sexualität nicht mit traditionellen Rollenbildern identifizieren, können Opfer von Straftaten werden...

dpa
2 Min
ARCHIV - Regenbogenfahnen wehen auf der Demonstration der Kampagne «Gay Folks Movement».

ARCHIV - Regenbogenfahnen wehen auf der Demonstration der Kampagne «Gay Folks Movement».

© Jens Kalaene/dpa/Archivbild

Die Angaben über die Straftaten entstammen dem „Kriminalpolitischen Meldedienst in Fällen politisch motivierter Kriminalität“. Erfasst werden die Fälle unter dem Oberthema Hasskriminalität. Dokumentiert sind verschiedene Delikte, darunter Beleidigung, Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Körperverletzungen, Diebstahl und Verleumdung.

Polizeiausbildung: Fokus auf Diversität

Die Zahlen für das vergangene Jahr sind vorläufig. Sie können sich durch Nachmeldungen nach Ermittlungen in anderen Fällen noch erhöhen. Laut Ministerium ist eine verlässliche Aussage zur Dunkelziffer dieser Straftaten nicht möglich. Früheren Angaben zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass nur etwa jede dritte Gewalttat zu einer Strafanzeige führt.

Den Angaben zufolge ist die Polizei bemüht, Fehler bei der Erfassung von Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung zu vermeiden. Bei der Ausbildung zum mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst zum Beispiel bilde der Umgang mit Diversität sowie mit jeglichen Opfern von Gewaltdelikten einen Schwerpunkt.

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