Die Deutsche Bahn hat im Tarifstreit mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein neues Angebot gemacht. Das neue Modell sehe auch eine 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter vor. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler: „Wir wollen jetzt über zusätzliche Wahlmodelle für Schichtarbeiter verhandeln.“ Weiter sagte er: „Die können dann statt 38 nur noch 35 Stunden arbeiten – oder auch 40 Stunden. Jeder wählt aus, wie in einer Cafeteria.“
Wer sich für kürzere Arbeitszeiten entscheidet, müsse dafür Abstriche bei einer tariflich vereinbarten Lohnerhöhung machen. „Das ist heute schon so, wenn sich die Mitarbeitenden für zusätzlichen Urlaub entscheiden“, sagte Seiler.
Claus Weselsky fordert vollen Lohnausgleich für 35-Stunden-Woche
Das neue Angebot liege der GDL bereits vor, teilte die Bahn mit. Der Konzern ist damit erstmals bereit, über eine Kernforderung der GDL zu reden, an der die Verhandlungen zuletzt gescheitert waren. Die Gewerkschaft unter ihrem Chef Claus Weselsky fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Bereits jetzt gibt es verschiedene Arbeitszeit-Wahlmodelle bei der Deutschen Bahn, bei denen sich Beschäftigte etwa zwischen mehr Urlaub, weniger Arbeitstagen oder höheren Löhnen und Gehältern entscheiden können. Das Angebot der Bahn sieht nun vor, diese Optionen zu erweitern.
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