Ein Ende des bundesweiten Poststreiks ist auch am Ende der dritten Woche in der Region Berlin-Brandenburg nicht absehbar. Am Wochenende und in der nächsten Woche werde der Ausstand weitergehen, sagte die Fachbereichsleiterin Postdienste der Gewerkschaft Verdi, Benita Unger, am Freitag der dpa. Nach wie vor beteiligten sich etwa 2500 Mitarbeiter der Deutschen Post in der Region am Arbeitskampf. Signale, dass die Arbeitgeber zu Verhandlungen bereit seien, gibt es laut Unger nicht.
Lagerkapazitäten werden knapp
Mittlerweile werden bei der Deutschen Post die Lagerkapazitäten für Pakete knapp. Laut Verdi wurde deshalb ein Zelt neben dem Paketverteilzentrum Börnicke bei Nauen (Havelland) aufgeschlagen. In Rüdersdorf (Märkisch-Oderland) wiederum würden Pakete in Containern zwischengelagert. Nach Angaben der Post werden bundesweit etwa vier Fünftel der Briefe und Pakete pünktlich zugestellt. Dafür sorgten auch Aushilfen wie nicht streikberechtigte Beamten.
In dem Tarifkonflikt geht es um die Bezahlung und Arbeitszeit für rund 140 000 Beschäftigte. Kern der Auseinandersetzung ist der Aufbau von 49 regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung. Die dort beschäftigten rund 6000 Paketboten werden nicht nach dem Haustarif der Post bezahlt, sondern erhalten die oft niedrigeren Löhne der Logistikbranche. Verdi will erreichen, dass sie tariflich unter das Dach der Post zurückkehren. (dpa)
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