Die Rufe nach längerer Arbeitszeit in Deutschland werden lauter. Vor allem die in der deutschen Autoindustrie übliche 35-Stunden-Woche ist aus Sicht vieler Wirtschaftsvertreter und Politiker nicht länger tragbar.
„Wer glaubt, wir könnten uns bei weniger Arbeit denselben Wohlstand leisten, macht sich etwas vor“, sagte Unternehmer Martin Herrenknecht am Montag der Bild. Nikolas Stihl, Aufsichtsratschef des gleichnamigen Geräteherstellers, äußerte sich ähnlich: „Eine 35-Stunden-Woche können wir uns nicht mehr leisten“, sagte er der Deutschen Presseagentur. Dabei ignorieren diese Herren den wahren Kern der Probleme in Deutschland – und der ist sicherlich nicht, dass wir zu wenig arbeiten.
Arbeitszeiten
Deutsche zu „faul“? Merz und Konzernbosse reden am eigentlichen Problem vorbei
Konzernbosse wollen die 35-Stunden-Woche kippen, Merz fordert mehr Leistung. Doch neue Zahlen zeigen: Deutschlands Wirtschaft wird woanders ausgebremst. Ein Kommentar.
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Bundeskanzler Merz und Mercedes-Chef Källenius fordern mehr Leistung. Doch die Arbeitszeit ist nicht das Problem.
© Michael Kappeler/dpa