Krieg

Deutschland gibt der Ukraine weitere Panzer, Granaten und Leopard-2-Munition

Die Ukraine benötigt laut eigenen Angaben mehr Flugabwehrwaffen gegen russische Luftangriffe. Deutschland reagiert nun. Doch eine wichtige Lieferung steht noch aus.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Modernisierte Marder-Schützenpanzer stehen in einem Rheinmetall-Werk. 

Modernisierte Marder-Schützenpanzer stehen in einem Rheinmetall-Werk. 

© Stratenschulte/dpa

Deutschland hat der Ukraine weitere zehn Schützenpanzer vom Typ Marder und andere Waffen zur Verteidigung geliefert. Ein zweites Flugabwehrsystem Skynex gehöre ebenso zu dem Paket wie knapp 30.000 Schuss Munition für den Flugabwehrpanzer Gepard und Munition für das System Iris-T, teilte die Bundesregierung am Montag in Berlin mit.

Das Mitte April zugesagte dritte Flugabwehrsystem vom Typ Patriot stand nicht auf der aktualisierten Liste der deutschen Militärhilfe. Russland hat zuletzt seine Luftangriffe mit Raketen, Marschflugkörpern, Drohnen und Gleitbomben verstärkt.

Patriot („Phased Array Tracking Radar for Intercept on Target“) zählt zu den modernsten Flugabwehrsystemen der Welt. Damit können feindliche Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper bekämpft werden. Auf eine Entfernung von etwa 100 Kilometern und bis in Höhen von 30 Kilometern können die Abwehrraketen in einer gedachten Glocke um die Stellung Ziele treffen – abhängig vom eingesetzten Lenkflugkörper.

Deutschland liefert auch Munition für Kampfpanzer Leopard 2

Weiter wurden 7500 Artilleriegranaten vom Kaliber 155 Millimeter, Munition für den Kampfpanzer Leopard 2 und 3000 Panzerabwehrhandwaffen geliefert. Die Pionier- und Transportfähigkeit der ukrainischen Armee wurde mit einem weiteren Brückenlegepanzer Biber, einem Pionierpanzer, neun Minenräumpflügen sowie neun Schwerlastsattelzügen M1070 Oshkosh gestärkt.

Die Ukraine wehrt seit mehr als zwei Jahren russische Angriffe ab. Deutschland ist dabei dem Volumen nach zweitwichtigster Unterstützer hinter den USA. Im Verhältnis zu Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft leisten Polen, die baltischen Staaten und die nordischen EU-Mitglieder aber Studien zufolge mehr als Deutschland.

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