Pünktlich zum internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch hat der Social-Media-Kanal des ZDF eine Recherche des öffentlich-rechtlichen Senders präsentiert, in dem aufgezählt wird, in welcher deutschen Stadt wie viel gekokst wird.
Gemessen wurde die Menge an Kokain-Rückständen in Milligramm (mg) im Abwasser der jeweiligen Stadt je 1000 Personen pro Tag in den vergangenen beiden Jahren. Wenig überraschend belegt Berlin den zweiten Platz des Rankings mit 541,3 mg. Spitzenreiter ist allerdings Dortmund (NRW) mit 547,7 mg.
Das komplette Ranking sieht aus wie folgt (Quelle: ZDF Info):
1. Dortmund 547,7 mg
2. Berlin 541,3 mg
3. München 301,5 mg
4. Saarbrücken 244,9 mg
5. Magdeburg 233,9 mg
6. Dülmen 128,6 mg
7. Erfurt 120 mg
8. Nürnberg 103,7 mg
9. Dresden 85,3 mg
10. Chemnitz 57,8 mg
Die Kokain-Hochburg Europas war 2023 laut ZDF Info Antwerpen in Belgien. Hier lag der Tagesdurchschnitt bei 1.721,6 mg.
Kokain und Crack in Berlin: Konsum der Droge steigt steil an
Krankenhausbehandlungen wegen Drogenmissbrauchs nehmen ab
Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wurden 2022 rund 17.200 Menschen wegen des Konsums illegaler Drogen stationär im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Drogenmissbrauchs lag damit 17 Prozent unter dem Höchstwert von fast 20.800 Fällen im Jahr 2016 und ist seit 2016 kontinuierlich gesunken. Binnen 20 Jahren ist die Zahl stationärer Behandlungsfälle wegen Drogenmissbrauchs jedoch um 81 Prozent gestiegen (2002: 9500 Fälle). Die Daten beziehen sich auf akute Intoxikationen und Vergiftungen durch illegale Substanzen wie etwa Heroin, Kokain oder LSD. Krankenhausbehandlungen infolge von Cannabis-, Tabak- oder Alkoholkonsum zählen nicht dazu.
Zwei Drittel (66 Prozent) der wegen Drogenmissbrauchs stationär behandelten Patientinnen und Patienten im Jahr 2022 waren männlich, ein Drittel (34 Prozent) war weiblich. Mehr als die Hälfte der Behandelten (55 Prozent) war im Alter zwischen 18 und 39 Jahren, acht Prozent waren jünger als 18 Jahre.
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