Automobilindustrie

Deutschland „zu langsam und zu teuer“: Bosch und Co. setzen lieber auf China

Bosch entwickelt neue Auto-Technik zunehmend in China. Gleichzeitig wächst dort der Druck auf die heimische Branche. Experten sehen Deutschland im Nachteil.

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Deutsche Autozulieferer wie Bosch investieren immer mehr in China. Verliert Deutschland den Anschluss?

Deutsche Autozulieferer wie Bosch investieren immer mehr in China. Verliert Deutschland den Anschluss?

© Huang Wei/imago

Deutsche Autozulieferer bauen ihr China-Geschäft massiv aus. Bosch erzielte im vergangenen Jahr rund 15 Milliarden Euro Umsatz in der Volksrepublik – fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Mehr als die Hälfte der Erlöse entfiel dabei auf chinesische Hersteller, wie das Unternehmen zum Auftakt der Automesse Auto China in Peking mitteilte.

Zeitgleich verlagert sich auch die Entwicklung neuer Technologien zunehmend nach China: Fahrerassistenzsysteme werden dort oft zuerst umgesetzt und erreichen schneller die Serienreife als in Europa. Zugleich wächst der Druck aus dem gleichen Markt. Chinesische Anbieter drängen mit deutlich günstigeren Komponenten nach Europa – teils 20 bis 30 Prozent billiger. Für die deutschen Zulieferer entsteht damit ein Spannungsfeld – zwischen wachsendem Geschäft und der Frage, ob sie langfristig ihre eigene Konkurrenz stärken.

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