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Verkehr

Verkehrsminister beraten: Wie geht es mit dem Deutschlandticket weiter?

In Münster kommen die Verkehrsminister zusammen. Es geht um die Frage, wie es mit dem Deutschlandticket weitergeht – und was es ab nächstem Jahr kosten soll.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Wie geht es mit dem Deutschlandticket weiter? Darüber beraten die Verkehrsminister in Münster.

Wie geht es mit dem Deutschlandticket weiter? Darüber beraten die Verkehrsminister in Münster.

© Sebastian Gollnow/dp

Im Januar hatten die Verkehrsminister beschlossen, dass der Preis des Deutschlandtickets in diesem Jahr stabil bleibt. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte, der Beschluss sei auf der Grundlage einer Zusage von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geschehen, dass Restmittel aus dem Vorjahr auf dieses Jahr übertragen werden könnten. Es gehe um 350 Millionen Euro, die die Länder und die Verkehrsbetriebe dringend bräuchten. Seit November sei hier aber nichts passiert.

„Kommt die Übertragung der Mittel nicht, muss das Deutschlandticket noch dieses Jahr teurer werden, oder es wird sogar ganz auslaufen.“ Beides wolle er nicht, denn dies wäre ein großer Vertrauensverlust. Auf jeden Fall offen ist, was das Deutschlandticket von 2025 an kostet. Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, sagte: „Bund und Länder müssen jetzt zu ihrem Versprechen stehen und den Preis stabil halten, mindestens bis zum Jahr 2030.“

Deutschlandticket: Länder wollen mehr Geld

Um Einnahmeausfälle bei Verkehrsbetrieben bei dem Ticket auszugleichen, zahlt der Bund laut Regionalisierungsgesetz bis 2025 im Jahr 1,5 Milliarden Euro – die Länder zahlen ebenfalls 1,5 Milliarden.

Die milliardenschweren sogenannten Regionalisierungsmittel des Bundes, mit denen die Länder und Verkehrsverbünde Bahn- und Busverbindungen bei Verkehrsunternehmen bestellen, sind seit Jahren ein Zankapfel – die Länder fordern wesentlich mehr Geld. Hintergrund ist auch ein geplanter „Ausbau- und Modernisierungspakt“ des öffentlichen Personennahverkehrs.

In Berlin ist derweil klar, wann das 29-Euro-Ticket für den Nahverkehr wiederkommt: Der Vorverkauf für das Berlin-Abo, den Nachfolger des 29-Euro-Tickets, soll am 23. April beginnen. Vom 1. Juli an kann man das Berlin-Abo dann nutzen. Das neue Ticket für den Tarifbereich Berlin AB soll aber nicht als Monatskarte erhältlich sein, sondern ausschließlich als Jahresabonnement. Es kann nur von dem Inhaber genutzt werden, der auf der Karte eingetragen ist. Ein Hund darf gratis mitgenommen werden, ein Fahrrad nicht. An der Stadtgrenze endet die Gültigkeit, der BER und Potsdam gehören nicht zum Bereich.

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