Bloch (1908-1975) produzierte 95 kleinformatige Hefte, in denen er 483 seiner handgeschriebenen Gedichte in deutscher und niederländischer Sprache platzierte. Die Cover gestaltete er jeweils kunstvoll mit Collagen aus ausgeschnittenen Fotos, kleinen Zeichnungen oder Textpassagen. In seinen Texten und Gedichten griff er jeweils aktuelle Entwicklungen oder Kriegsverläufe auf und setzte der NS-Propaganda seinen Witz entgegen.
Die Hefte erreichten nach Museumsangaben nur einen kleinen Kreis von Leserinnen und Lesern, genaue Zahlen sind dazu nicht bekannt. Bloch habe - letztlich vergeblich - gehofft, dass seine Materialien nach dem Krieg für Aufklärung und zur Ausarbeitung der Geschichte genutzt würden. Seine in New York lebende Tochter Simone Bloch bewahrte die Arbeiten auf und stellte sie nun dem Jüdischen Museum Berlin zur Verfügung. Damit werde das lang verborgene Werk sichtbar gemacht, sagte sie am Donnerstag in Berlin.
Die restaurierten Hefte sollen nach Angaben von Museumsdirektorin Hetty Berg nach Möglichkeit noch in New York und in den Niederlanden gezeigt werden.
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