EHF-Cup

Füchse müssen den Stier aus Pamplona bei den Hörern packen

Die Berliner spielen Samstag gegen Helvetia Anaitasuna.

Peter Kirnich
2 Min
Mattias Zachrisson von Füchse Berlin, Bastian Roscheck und Alen Milosevic vom SC DHfK Leipzig während des Spiels zwischen Füchse Berlin und dem SC DHfK Leipzig am 22.02.2018 in Berlin

Mattias Zachrisson von Füchse Berlin, Bastian Roscheck und Alen Milosevic vom SC DHfK Leipzig während des Spiels zwischen Füchse Berlin und dem SC DHfK Leipzig am 22.02.2018 in Berlin

© City-Press GbR

Die komplette Aufbaureihe vorübergehend verloren, neue Spieler, die sich erst ins System einfügen müssen – die Füchse Berlin haben Grund zum Hadern. Doch vielleicht entpuppt sich die Pechsträhne als Glücksfall. Nicht selten werden in solchen Phasen neue Helden geboren. Ein Spieler der Füchse schickt sich an, das zu tun: Rechtsaußen Mattias Zachrisson. Eigentlich ist er nur zweiter Mann auf seiner Position hinter dem Dänen Hans Lindberg. Doch aus Mangel an geeigneten Spielern hat Füchse-Trainer Velimir Petkovic den jungen Schweden kurzerhand umprogrammiert.

Im Liga-Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig wunderten sich nicht wenige Zuschauer, dass Zachrisson plötzlich im mittleren Rückraum als Ballverteiler und Ideengeber zum Einsatz kam und hin und wieder in den rechten Rückraum wechselte, um Tore im Stile eines Fabian Wiede zu erzielen. Das Ergebnis ist bekannt: Die Füchse gewannen, Zachrisson war ihr bester Mann.

Kann Zachrisson die Stiere aus Pamplona bei den Hörnern packen?

Seine neuen Qualitäten hat der 27-Jährige schon im Januar bei der EM in Kroatien demonstriert. Vor allem im Halbfinale gegen Olympiasieger Dänemark, das die Schweden überraschend mit 35:34 gewannen. Bester Mann der Skandinavier: Mattias Zachrisson, der an diesem Tage ebenfalls von Rechtsaußen in den rechten Rückraum wechselte, um den verletzten Johan Jakobsson zu vertreten. Zachrisson warf acht Tore und hatte erheblichen Anteil am Finaleinzug. Das war wohl Anschauungsunterricht genug.

Auch Füchse-Trainer Velimir Petkovic weiß längst, was er an seinem Außenangreifer hat: „Mattias ist ein rundum sehr gut ausgebildeter Handballer“, lobt er. „Er kann eigentlich alles spielen. Er ist zurzeit unser Trumpf.“ Schafft er es auch, die Stiere aus Pamplona bei den Hörnern zu packen? Bereits an diesem Sonnabend treten die Füchse nämlich im EHF-Cup-Spiel gegen Helvetia Anaitasuna aus der spanischen Stierkampfstadt Pamplona an. Sowohl die Füchse als auch der Tabellendritte der ersten spanischen Liga haben in ihrer Gruppe bisher je ein Spiel gewonnen und eins verloren. Ein Sieg wäre überaus wichtig, um den Viertelfinal-Einzug nicht zu verpassen. (kir.)

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