„Wenn die Grünen untergehen, hat das Land ein großes Problem“, behauptet eine ARD-Kommentatorin. Das wirkt mir zu undramatisch. Angesichts der Neigung öffentlich-rechtlicher Sender hätte ich etwas erwartet wie: Mit den Grünen endet das Land. Die Welt.
Doch egal, wie groß dieses Elend wäre, im Sorgen-Ranking vieler Bürger rangiert es nicht unter den Top 100. Für manche klingt der Satz, als drohte man ihnen: „Ihr werdet euch alle noch umgucken, wenn der liebe Gott erst mal die Zahnschmerzen abgeschafft hat.“
Kolumne
Wenn die Grünen untergehen
Tiefe Einsicht in die Weltläufe, Sendungsbewusstsein und Glaube an die eigene Unentbehrlichkeit qualifizieren die Grünen zum Weltkulturerbe, meint unser Autor.
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Lass dich umarmen: Die beiden Grünen-Chefs Ricarda Lang (M.) und Omid Nouripour (l.) machen weiter. Die Delegierten beim Parteitag in Karlsruhe gewährten ihnen eine zweite Amtszeit. Vorne rechts: Außenministerin Annalena Baerbock
© Kay Nietfeld/dpa