Die Opern des vor 100 Jahren und fünf Monaten gestorbenen und fast ebenso lange belächelten Giacomo Puccini sind mittlerweile als mit größtem Kunstverstand und skrupulöser Sorgfalt hergestellte Werke eines Komponisten anerkannt, der sich mit jedem Stück weiterentwickelt und für die unterschiedlichsten Einflüsse offen gezeigt hat. „Madama Butterfly“ etwa, von den Berliner Philharmonikern in Baden-Baden aufgeführt und zum ersten Mal überhaupt gespielt, kokettiert unter der Leitung von Kirill Petrenko keineswegs mit Exotismen seines Schauplatzes Japan, sondern erweist sich als komplex organisierte Partitur, in der der Ganztonleiter aus Debussys „Pelleas et Mélisande“ mehr Raum zur Entwicklung gegeben wird als der „asiatischen“ Pentatonik.
Klassik
„Madama Butterfly“ der Berliner Philharmoniker: Herzzerreißend und absolut fesselnd
Die Baden-Badener konzertante Aufführung der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko zeigt den großen Kunstverstand des lange belächelten Puccini. Die Kritik
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Kirill Petrenko bei den Osterfestspielen in Baden-Baden
© Festspielhaus Baden-Baden