In ganz Hamburg heulten vorletzten Sonntag die Sirenen, erstmals seit der Sturmflut 1962. Wieder wegen Hochwassers. Aber diesmal auch infolge eines Bedienfehlers. Eigentlich hatte nur eine Siedlung vor dem Deich aufgescheucht werden sollen. Tja. Innerhalb der folgenden halben Stunde wählten etwa 750 Hanseaten den Notruf. Das heißt, so viele kamen durch. Als nichts mehr ging, twitterte die Polizei: „Es ist alles gut und KEIN Fliegeralarm.“
Wie ich gelernt habe, testen die Bösen die Guten. Ständig. Hier gewissermaßen durch die Hand des Falschknopfdrückers. Testergebnis: Die Bevölkerung ist NICHT kriegstüchtig. Sie hat beim Sirenenklang Fragen. Sie hegt noch die Hoffnung oder gar Erwartung, es könnte etwas anderes sein als ein Bombenangriff. Da waren die Ahnen 1943 schon weiter.
Kommentar
Die Medien schüren Kriegsangst: Drohnensichtungen sind die neuen Corona-Inzidenzen
Die aktuelle Berichterstattung über einen möglichen Krieg mit Russland wirkt wie Gefechtsbereitschaftsgetröte. Als hätten sich ganze Redaktionen mit Viagra vertan. Eine Kolumne von André Mielke.
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Die Meldungen über Drohnensichtungen häufen sich. Sind sie die neuen Corona-Inzidenzen?
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