Weltfriedenstag

Die militärische Bedrohung durch Russland ist eine westliche Zwecklüge

Am UN-Weltfriedenstag kritisiert der Ost-Berliner Autor Wolfgang Herzberg die Nato: ein sinnloses Feindbild, ein sinnlos drohender Krieg. Ein Gastbeitrag.

Wolfgang Herzberg
7 Min
Wer steht noch für den Frieden? Die Plastik einer Pistole mit verknotetem Lauf vor der UN-Zentrale in New York erinnert an die Hoffnung der Völkergemeinschaft.

Wer steht noch für den Frieden? Die Plastik einer Pistole mit verknotetem Lauf vor der UN-Zentrale in New York erinnert an die Hoffnung der Völkergemeinschaft.

© Ulrich Baumgarten

Wir erleben einen dramatischen Vertrauensverlust in die westliche Außen- und Innenpolitik, ja eine Erosion des Gesellschaftssystems nach 1989. Davon zeugt in Deutschland nicht nur das Wahldebakel der einstigen sogenannten demokratischen Volksparteien, davon zeugen besonders die Wahlerfolge der nationalistischen AfD. Die macht sich die Schwächen der Regierungspolitik demagogisch zunutze, bietet jedoch bei genauerer Analyse keine glaubwürdige Alternative. Sie möchte nur eine noch stärker nationalistische Politik durchsetzen – am liebsten gemeinsam mit dem bürgerlichen Lager. Deshalb ihr Kampf gegen die Brandmauer, die de facto kaum noch existiert.

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