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Die neu aufgelegte „Weltbühne“ erscheint zum dritten Mal

Am Dienstag erscheint die dritte Ausgabe der „Weltbühne“-Neuauflage. Auf dem Programm stehen erneut polarisierende Inhalte.

BLZ
3 Min
Die neueste Ausgabe der Weltbühne ist ab Dienstag erhältlich.

Die neueste Ausgabe der Weltbühne ist ab Dienstag erhältlich.

© Berliner Verlag

Am Dienstag (15. Juli 2025) erscheint die dritte Ausgabe der „Weltbühne“-Neuauflage. Auf dem Programm stehen erneut polarisierende Inhalte, neue Märkte werden adressiert. Mit der heute erscheinenden dritten Ausgabe entwächst die neu aufgelegte „Weltbühne“ langsam, aber zielstrebig den Kinderschuhen. Die redaktionellen und verlagsseitigen Prozesse sind mittlerweile eingeschliffen und verstetigen sich, der Umfang steigt erneut und beträgt nun 48 Seiten und, das ist wahrscheinlich das größte Novum: ab der dritten Ausgabe erscheint die „Weltbühne“ auch auf Englisch.

„Nach dem erfolgreichen Start unserer ersten beiden Ausgaben machen wir die Weltbühne nun auch einem internationalen Publikum zugänglich“, sagt Verleger Holger Friedrich. Dies sei unter anderem durch die wachsende Anzahl von Abonnenten aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland motiviert, erläutert der Verleger. Doch damit nicht genug: „Wir laden außerdem internationale Autoren ein, uns ihre Beiträge über das langjährig bei der Berliner Zeitung erprobte Format Open Source einzureichen“, so Friedrich weiter. Details dazu fänden sich in der aktuellen Ausgabe.

Nichts neues hingegen gibt es von der ursprünglich mit Spannung verfolgten Auseinandersetzung zwischen dem Team um die neue Weltbühne und dem Enkel des Weltbühne-Gründers, Nicholas Jacobsohn. Nachdem die Berliner Zeitung detailliert über die Genese des Rechteerwerbs berichtet hatte (der Beitrag findet sich unter diesem Link), folgte keine weitere Reaktion des Erben. Spannend wird es dafür mit Blick auf die für die dritte Ausgabe der Weltbühne von den Herausgebern Behzad Karim Khani und Thomas Fasbender kuratierten Beiträge. Unter anderem teilt Luis Moreno Ocampo, ehemaliger Chefankläger des IStGH, in einem Interview seine Perspektive auf den Stand des internationalen Rechts. Der Philosoph Slavoj Zizek schlägt in seinem Beitrag einen Bogen von der Oktoberrevolution zur Gegenwart, in der er einen Cyber-Bürgerkrieg als mögliches Szenario für eine Revolution sieht. Sanaz Azimipour schreibt aus dem Berliner Exil über ihre Sorge um die Mutter in Teheran während des 12-Tage-Krieges. Gespiegelt wird ihr Artikel von der Tel Aviver Künstlerin Ofek Haim, die aus dem Bunker und unter Beschuss ihre Familiengeschichte und ihre Verbundenheit mit Israel erzählt. Und schließlich berichtet Mati Shemoelof von Willkür seiner Kommandeure in der israelischen Armee.

Die dritte Ausgabe der „Weltbühne“ erscheint am 15. Juli 2025 in der deutschen Fassung im Berliner Verlag sowie am 18. Juli als englische Version. Sie ist unter www.weltbuehne.com sowie im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich. Der Beitrag von Immo von Fallois über den Erwerb der Rechte an der „Weltbühne“ ist online zu erreichen unter: Die Weltbühne: Wie sich Holger Friedrich die Rechte sicherte

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