Die Nordhälfte des Müggelsees wurde nach Bombenfunden gesperrt / Strandbad und Schiffsanleger bleiben offen

Nur der halbe Spaß

Julian Zurek
2 Min

Wer am Wochenende einen Ausflug an den Müggelsee unternehmen möchte, kann sich nur eingeschränkt auf Wassersport und Badevergnügen freuen. Weil in der Nordhälfte des Sees am Donnerstag zum wiederholten Mal Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen und entschärft werden mussten, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin auf Anraten der Wasser- schutzpolizei den nördlichen Teil des Müggelsees bis auf weiteres gesperrt. Badegäste, Bootsfahrer und Wassersportler müssen also künftig draußen bleiben (siehe Infografik). Der gesperrte Bereich liegt genau zwischen dem Schiffsanleger Friedrichshagen und dem Strandbad Müggelsee und dehnt sich bis zur Fahrrinne in der Mitte des Sees aus. Besucher des Strandbades dürfen aber weiter bis zu 150 Meter weit in den See schwimmen, auch der Schiffsanleger bleibt für Bootsbesitzer erreichbar. Der Uferbereich vor dem Strandbad und der Schiffsanleger in Friedrichshagen seien bombenfrei, sagte Mareike Bodsch, im Wasser- und Schifffahrtsamt zuständig für Bundeswasserstraßen. Das Schifffahrtsamt vermutet auf dem Grund des Sees weitere Bomben, eine größer angelegte Suchaktion sei deshalb notwendig, sagte Bodsch. Wer hierfür zuständig sei, müsse aber im Laufe der nächsten Woche in Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium und der Berliner Senatsverwaltung geklärt werden.Weitere Bomben vermutetDas Schifffahrtsamt kennzeichnete am Freitag den gesperrten Bereich durch Bojen. Zusätzlich fährt ein Polizeiboot auf der Nordhälfte des Sees Patrouille. Es gelte vor allem zu verhindern, dass Sporttaucher sich auf dem Grund des Müg-gelsees Munition zu beschaffen versuchen, sagte Gordon Hennings, Leiter der Wasserschutzpolizei.------------------------------Karte: Seit Donnerstag ist die Hälfte des Müggelsees gesperrt.

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