Die Welt der Kriminalität ist ziemlich schwarz-weiß, und die Lager sind klar aufgeteilt: Da sind zunächst die Täter, also jene Leute, die absichtlich oder zufällig unzählige Dramen verursachen. Dann sind da die Opfer, die all das Leid ertragen müssen und die oft recht wenig beachtet werden, weil der Fokus meist auf den Tätern liegt. Weiter sind da die Polizisten, die versuchen, die Täter zu schnappen, und zuletzt ist da die Justiz, die sich hinterher müht, für Gerechtigkeit zu sorgen oder wenigstens Strafen zu verhängen.
All diese Welten sind meist isoliert. Es kommt selten vor, dass sie offen miteinander reden. Alle bleiben in ihren Rollen. Aber es gibt da eine interessante Variante in der Juristerei, bei der zumindest die Täter gezwungen sind, mit den Opfern zu reden oder sich mit der Tat zu beschäftigen.
Recht so!
Die vielleicht beste Methode im Umgang mit Straftätern: Nicht nur bestrafen
Kriminelle leugnen ihre Taten oft oder haben Ausreden. Unser Kolumnist erklärt, wie es gelingen kann, dass sie sich mit ihren Opfern beschäftigen.
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Kann Teil der Strafe sein: Das Entfernen der eigenen „Kunstwerke“.
© Norbert Neetz/imago