Technologie

Digitalisierung: Warum Deutschland bei Glasfaser, 5G und KI hinter der EU zurückfällt

Deutschland verliert bei der Digitalisierung den Anschluss. Doch in einem anderen Bereich steht die Bundesrepublik gut da.

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Deutschland braucht mehr Kapazitäten in Rechenzentren.

Deutschland braucht mehr Kapazitäten in Rechenzentren.

© Sebastian Gollnow/dpa

Deutschland kommt bei zentralen Feldern der Digitalisierung nicht schnell genug voran. Das geht aus dem aktuellen Länderbericht der EU-Kommission im Rahmen der Initiative „Digital Decade 2026“ hervor. Besonders beim Ausbau von Glasfasernetzen und der Abdeckung mit 5G-Mobilfunk liegt die Bundesrepublik demnach hinter anderen Mitgliedstaaten zurück.

Auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung schreitet laut Bericht zu langsam voran. Sowohl das Angebot an digitalen Behördendiensten als auch deren Inanspruchnahme durch die Bürger seien im EU-Vergleich gering. Als besonders schwach stuft die Kommission die Nutzung der Online-Ausweisfunktion ein.

Mikroelektronik und Quantentechnik als Pluspunkte

Zwar erkenne man Fortschritte, doch fehle es an Tempo, heißt es in dem Bericht. „Angesichts der insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Lage sind schnellere und tiefgreifendere Anpassungen erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zu stärken“, lautet die Empfehlung der Kommission.

Als eine zentrale Baustelle benennt die EU-Kommission die Einführung von Künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen. Dafür brauche es nach Einschätzung der Autoren mehr Kapazitäten in Rechenzentren. Hinzu komme ein Mangel an IT-Fachkräften, der die wirtschaftliche Entwicklung spürbar ausbremse.

Der Bericht hebt aber auch Stärken hervor. So sei Deutschland der größte Standort für Mikroelektronik innerhalb der Europäischen Union. Bei Quantentechnologien nimmt das Land nach Einschätzung der Kommission eine führende Position ein. Die vollständigen Länderberichte sind auf der Website der EU-Kommission abrufbar.

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