Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeichnet ein düsteres Bild der deutschen Wirtschaftslage. In ihrer Konjunkturprognose gab rund ein Viertel der befragten Unternehmen an, mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage zu rechnen. Grundlage der Erhebung ist eine Befragung von rund 26.000 Unternehmen.
Besonders auffällig ist die wachsende Kluft zwischen der internationalen und der deutschen Wirtschaftsentwicklung: Während die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren kräftig zugelegt habe, verzeichne Deutschland lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent, so die DIHK.
Energiepreise und Planungsunsicherheit als größte Belastungen
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Melnikov kritisierte die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung deutlich. Sämtliche Reformen seien entweder nicht ausreichend oder kämen zu spät, erklärte sie bei der Vorstellung der Prognose. Die Wirtschaft brauche dringend bessere Rahmenbedingungen, um wieder auf einen Wachstumskurs zurückzukehren.
Als zentrale Problemfelder nannte Melnikov vor allem zwei Faktoren: die unsicheren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die nach wie vor hohen Energiepreise. Beide Punkte würden von den befragten Unternehmen als größte Hürden für ihre geschäftliche Entwicklung angeführt.
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