Es ist kurz nach zwölf am Mittag, und Berlin riecht nach kaltem Rauch, nassem Schwefel und – wie vom Wetterdienst angekündigt – nach unbeständigem Winterwetter. Das Sturmtief „Tizian“ hat die Hauptstadt fest im Griff: Nach anfänglichem Regen ziehen nun Schauer über die Stadt, die sich teils mit Graupel und Schneeregen vermischen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 3 und 5 Grad, was den winterlichen Eindruck in ein nasskaltes Grau verwandelt.
Wer am Hermannplatz unterwegs ist, muss achtsam sein: Der Bürgersteig ist ein rutschiger Teppich aus zerborstenem Glas, aufgeweichter Pappe und Matsch. Eine amtliche Warnung vor stürmischen Böen zwischen 50 und 70 km/h bleibt voraussichtlich bis zum Freitagmittag bestehen und lässt den Unrat der Nacht immer wieder durch die Straßen wirbeln.
Berlin nach dem Jahreswechsel
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Am Morgen danach fegen BSR-Besen, wo nachts Raketen flogen. Ein Rundgang durch den Matsch – mit Stimmen aus dem Kiez und der Bilanz der Nacht.
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