Nach dem Wahlsieg Trumps ist die Stimmung bei vielen Grünen-Politikern gedämpft. „Die Auswirkungen auf die internationale Ordnung werden massiv sein“, so die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Deborah Düring, am Mittwoch über die Konsequenzen, die die Rückkehr Donald Trumps ins Weiße Haus nach sich ziehen könnten.
Besonders in der Unterstützung der Ukraine, der Finanzierung von UN-Organisationen, beim Klimaschutz und bei der humanitären Hilfe „müssen Deutschland und die EU jetzt zusammenstehen und mehr Verantwortung übernehmen“, mahnt sie gegenüber der Berliner Zeitung. „Dafür werden mehr Mittel nötig sein – sowohl in unserem Haushalt als auch durch die Umsetzung der überfälligen Reform des internationalen Finanzsystems.“
Auch der grüne Bundestagsabgeordnete Kassem Taher Saleh findet klare Worte. Auf Einladung des Departments of State tourte er als deutscher Repräsentant zwei Wochen durch die USA und konnte sich vor Ort ein Bild der Stimmungslage machen. Der Berliner Zeitung sagt er: „Ich bin erst am Wochenende aus den USA zurückgekehrt: Die Stimmung dort ist polarisiert, teilweise sehe ich Parallelen zu meiner Heimat Sachsen, in den Staaten sind es aber noch mal ganz andere Ausmaße. Das Ergebnis der Wahl ist der Gipfel dieser gesellschaftlichen Spaltung. Europa wird nun noch mehr Verantwortung übernehmen müssen, damit wir weiter in Sicherheit, Frieden, Wohlstand und vor allem gesellschaftlich vereint leben können.“
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Und was sagt die unmittelbare Parteispitze? Wirtschaftsminister Robert Habeck warnte nach dem Sieg von Trump am Mittwoch erneut vor einem Scheitern der Ampel-Regierung. „Die Konsequenz dieses Wahlausgangs in den USA kann ja nur sein, dass Deutschland in Europa nicht ausfallen kann. Und ich glaube, mit der gleichen Klarheit und Ernsthaftigkeit werden die Gespräche jetzt geführt.“
Außenministerin Annalena Baerbock gratulierte dem 78-jährigen Republikaner derweil zur Wiederwahl. „Donald Trump hat die Wahl gewonnen. Dazu gratulieren wir.“ Deutschland, Europa und die Vereinigten Staaten seien engste Partner und Verbündete. „Dabei ist unsere transatlantische Freundschaft seit jeher nicht auf eine Partei gebucht.“
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