Donald Trump war 1979 33 Jahre alt, als ihn ein fernes Ereignis aufrüttelte: Anhänger der Islamischen Revolution nahmen 52 US-Diplomaten in der amerikanischen Botschaft in Teheran als Geiseln. Der Unternehmer kritisierte damals den demokratischen US-Präsidenten Jimmy Carter als schwach. So weit, so Trump. Doch Iran geriet nicht mehr aus Trumps Visier. Der Präsident kündigte in seiner ersten Amtszeit das Atomabkommen zur Begrenzung der Urananreicherung und ließ 2020 den iranischen General Qasem Soleimani töten. 52 Ziele – so viele, wie es 1979 US-Geiseln in Teheran gab – wollte er bombardieren, sollte Iran Vergeltung üben. Nun führt Trump Krieg gegen Iran. Der Historiker Frank Bösch erklärte die Geiselnahme von Teheran in einem Buch zu einem der Ereignisse, die 1979 zum Schlüsseljahr für unsere Gegenwart machen.
Interview
Donald Trump und die Geiselnahme 1979: „Das Drama in Teheran hat ihn geprägt“
Geht es dem US-Präsidenten auch um Vergeltung für eine Demütigung? Der Historiker Frank Bösch ordnet ein.
Cedric Rehman
Cedric Rehmann
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Iranische Geiselnehmer führten Mitarbeiter der 1979 besetzten US-Botschaft in Teheran der Weltpresse vor. Erst nach 444 Tagen kamen 52 Amerikaner frei.
© Anonymous/AP