Sagenhafte acht Jahre ist es her, dass Drake zuletzt Berlin beehrt hat. Am 9. März 2017 war das, in der Uber-Arena, die allerdings damals noch Mercedes-Benz-Arena hieß. Ganz andere Zeiten! „Hier rappt der Chef“ hat der großartige Kollege Markus Schneider damals im Feuilleton der Berliner Zeitung auf Seite 26 seinen Konzertbericht überschrieben.
29 Tracks hat Drake seinerzeit, dramatisch blau angestrahlt, in 80 Minuten zum Besten gegeben, darunter auch das Rihanna-Medley-Triptychon „Work / Take Care / Too Good“. „Im Hintergrund erkennt man in kurzen weißen Flashes zwei Stockwerke mit Gittern, Knast oder Sozialbau, vielleicht“, so schrieb Schneider 2017. 2019 bei seiner kurzen Assassination Vacation Tour ließ Drake Berlin einfach aus. Stattdessen: Paris, London, Amsterdam. Unter anderem.
In der Rap-Schlacht mit Kollege Kendrick Lamar sah Drake nicht so stark aus
Nun kehrt Drake also zurück auf die Berliner Bühne. Gleich zwei Konzerte sind für 2025 anberaumt. Man glaubt es ja kaum noch in Zeiten, in denen Leute wie Adele und Taylor Swift einfach so tun, als gäbe es unsere schöne Spreestadt überhaupt nicht. Kuschel-, Sex- und Drogenrapper Drake aber hat uns wieder lieb, zumindest ein bisschen: Am Donnerstag, dem 11. September, und am Freitag, dem 12. September, kehrt er gleich zweimal in der Uber-Arena in Friedrichshain ein. Der allgemeine Vorverkauf beginnt am Freitag, dem 6. Juni, um 15 Uhr Berlin-Zeit.
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Los geht's in Europa für Drake schon am 30. und 31. Juli in Amsterdam im Ziggo Dome. Sein Tourfinale gönnt sich Drake am 22. und 23. September in der Hamburger Barclays Arena. Für die Shows in Deutschland wurde PartyNextDoor als Special Guest bestätigt. Doch rappt hier überhaupt noch der Chef? Das müsste Drake erst mal unter Beweis stellen. In der ausgedehnten Rap-Beef-Schlacht mit dem US-amerikanischen Kollegen beziehungsweise Konkurrenten Kendrick Lamar, die 2024 ihren (vorläufigen) Höhepunkt fand, sahen die meisten Beobachter nicht Drake, sondern Lamar als den Sieger hervorgehen.
Doch Drake bleibt sportlich und steht immer wieder auf. Respekt! Und tatsächlich hatte er ja 2017 das Zeug dazu, mit seiner schmusigen Samtstimme auch noch den härtesten Zeitgenossen in der Berliner Arena ein paar Tränlein zu entlocken. Kann er es noch? Wir wollen es wissen. Und er wahrscheinlich auch.
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