NEUSEDDIN. Drei bislang unbekannte Männer haben am Donnerstagabend auf einem Gewerbegebiet in Neuseddin (Potsdam-Mittelmark) einen Geldtransporter überfallen. Allerdings scheiterte der Versuch und die maskierten Täter flohen ohne Beute, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.Bei dem Überfall gegen 18.45 Uhr brachten die Täter zunächst mit einem Transporter das Spezialfahrzeug der Firma Securicor zum Stehen und keilten es anschließend von hinten mit einem weiteren Auto ein. Die mit Pistolen bewaffneten Männer bedrohten die beiden Wachmänner, die gerade die Einnahmen eines Auktionshauses abgeholt hatten, und forderten die Herausgabe des mitgeführten Geldes. Dabei gaben sie mehrere Schüsse ab. Verletzt wurde aber niemand.Eine von den Tätern erbeutete Geldkassette war leer. "Die automatischen Sicherheitsvorkehrungen lösten aus, so dass sie nicht mehr an die anderen Geldkassetten kamen", sagte der Polizeisprecher. Daraufhin brachen die Gangster, die mit einem ausländischen Akzent sprachen, den Überfall ab und flüchteten mit einem grünen Smart.Bei der Fahndung nach den Tätern entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers auf einem Parkplatz an der Autobahn-Anschlussstelle Ferch den Fluchtwagen. Die Verbrecher haben dort offenbar das Fahrzeug gewechselt. Der Smart und die beiden anderen Fahrzeuge der Täter waren zuvor gestohlen worden.Im letzten halben Jahr gab es in Berlin und Brandenburg mehrere Überfälle auf Geldtransporter. So erbeuteten unbekannte Täter am 30. Dezember 2005 in Waltersdorf (Dahme-Spreewald) mehrere Geldkassetten. Am 31. Januar scheiterte der Versuch mehrerer mit Panzerfäusten und Maschinenpistolen bewaffneter Männer, einen Geldtransporter an der Autobahnanschlussstelle in Adlershof auszurauben.Die Polizei bittet bei der Aufklärung des jüngsten Überfalls um Mithilfe. Hinweise nehmen die Polizeiwache Brandenburg (Tel. 03381/5600) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. (sj.)------------------------------Foto: Eine Geldkassette war leer, andere Behältnisse blieben verschlossen.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de